Seit Sonntag vermisst 76-Jähriger im Chiemsee ertrunken

Wasserwacht und Wasserschutzpolizei aus Prien waren gemeinsam im Einsatz auf der Suche nach dem Mann. Foto: PP Oberbayern Süd

Die Retter konnten nichts mehr für ihn tun: Am Montag hat die Wasserschutzpolizei dank ihres Sonargerätes einen vermissten Schwimmer (76) gefunden - in sieben Metern Tiefe.

 

Gstadt am Chiemsee -  Nachbarn hatten seine Kleidung am Montagmorgen, 13. August, am Ufer gefunden - daraufhin startete eine Suchaktion nach einem 76 Jahre alten Mann in Gollenshausen, einem Ortsteil von Gstadt am Chiemsee (Lkr. Rosenheim).

Wasserwacht und Wasserschutzpolizei waren im Einsatz. Der Mann war am vorherigen Sonntagnachmittag beim Schwimmen im See zuletzt lebend gesehen worden, berichtet die Polizei.

Beamte der Wasserschutzpolizei Prien suchten mit dem Sonargerät eines Polizeibootes den fraglichen Bereich vor Gollenshausen ab. Sie wurden fündig.

Etwa 150 Meter vom Ufer entfernt wurde der Vermisste in sieben Metern Tiefe lokalisiert. Er wurde von Polizei und Wasserwacht geborgen. 

Die Kriminalpolizei Trauinstein hat die Ermittlungen übernommen, allerdings gibt es bislang keine Hinweise auf ein Frendverschulden.

Immer wieder schwere Badeunfälle

In dieser Saison häufen sich die schweren Badeunfälle. In Bayern starben laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) seit Anfang des Jahres mehr als 55 Menschen beim Baden. Deutschlandweit sind allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 279 Menschen ertrunken – 37 mehr als im Vorjahreszeitraum. Anfang August hatte eine Frau am Dietlhofer See bei Weilheim plötzlich während des Schwimmens gesundheitliche Probleme und starb. Nur Tage darauf ertrank eine 76 Jahre alte Münchnerin beim Schwimmen im Walchensee. Sie wurde aus 16 Metern Tiefe geborgen, starb aber in der Nacht darauf in der Klinik. In der Woche darauf brach am Feringasee im Norden Münchens Panik aus, weil zwei Kinder vermisst wurden. Am Lußsee im Westen Münchens ist ein drei Jahre altes Mädchen beim Baden verunglückt und wenige Tage darauf im Krankenhaus gestorben. Am Lerchenauer See rettete ein Münchner einen 16-jährigen Jungen und reanimierte ihn

Auffallend viele der Verunglückten in diesem Jahr waren Senioren, 25 der 55 Badetoten seien älter als 65 Jahre gewesen. Außerdem scheinen Männer besonders gefährdet zu sein. Im Interview mit der AZ erklärt ein Experte der DLRG, woran das liegt.  

  

 

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