Top-Reservist in Lissabon Bayern-Star Lewandowski: Flaute und Fragezeichen

Gute Laune sieht anders aus: Robert Lewandowski saß beim 2:2 der Bayern in Lissabon 84 Minuten lang auf der Bank. Foto: Imago

Rätselraten um Robert Lewandowski: Beim 2:2 des FC Bayern in Lissabon schmorte und schmollte der Torjäger fast bis zum Schluss auf der Bank. Mit seinem Auto-Unfall am Sonntag hatte das nichts zu tun.

 

München - Als der FC Bayern am Mittwoch ins Halbfinale der Champions League einzog, war Robert Lewandowski nur eine Randfigur.

Er kam erst in der 84. Minute, insgesamt 84 Minuten hatte er zuvor als Joker auf dem Platz gestanden. In dieser Zeit erzielte er sieben Treffer, im Estadio da Luz traf er auch im vierten Spiel in Serie nicht.

Dass der polnische Torjäger wegen der Folgen eines Auto-Unfalls am Sonntag nicht von Beginn an auflief, verneinte Sportvorstand Matthias Sammer.

Der Angreifer sei "nicht happy" über seine Ausbootung, Sorgen um ihn seien aber "nullkommanull" angebracht, erklärte Sammer vor der Partie.

Doch noch lange nach dem Schlusspfiff wurde über die Aufstellung gerätselt. "Dass er nicht gespielt hat, hat damit gar nichts zu tun. Wir sind ihm sehr sehr dankbar. Die Pause tut ihm gut mit Blick auf die nächsten Spiele", sagte Sammer nach dem Spiel.

Erst in den Schlussminuten durfte Stammspieler Lewandowski für Thomas Müller auf den Rasen. In allen neun vorhergegangenen Königsklassen-Duellen der Münchner in dieser Saison hatte der 27-Jährige indes in der Anfangself gestanden.

"Es war nicht meine Schuld", sagte der Pole nach Schlusspfiff zu dem Auto-Unfall. "Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Ich konnte mich schon zwei Stunden später wieder auf das Spiel konzentrieren."

Medienberichten zufolge hatte sich der Unfall am Sonntag ereignet. In Lewandowskis Auto war ein Mann mit seinem Wagen gekracht. Es entstand demnach Sachschaden, niemand wurde verletzt.

 

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