Schwerste Verletzungen Planegg: Holzstab durchbohrt Schlauchbootfahrer (25)

, aktualisiert am 26.05.2017 - 17:19 Uhr
An dieser Brücke kam es zum Unfall. Im kleinen Bild: Der Holzstab, der sich in die Brust des Studenten bohrte. Foto: PP MUE/AZ

Eine Schlauchbootfahrt endete für einen Studenten am Donnerstag im Krankenhaus. Während der Fahrt verkeilte sich ein Holzstab so sehr, dass er sich in die Brust des 25-Jährige bohrte. Er erlitt schwere Verletzungen.

 

Planegg - Mit einem fünf Zentimeter tiefen, schmerzhaften Loch in der Brust endete der Vatertag für einen 23-jährigen Studenten. Der Münchner spießte sich bei einer Schlauchbootfahrt mit einem Stock versehentlich selbst auf. Es sollte ein fröhlicher Feiertags-Ausflug bei herrlichstem Wetter werden. Markus F. (Name geändert) war am Donnerstag, gegen 13 Uhr mit zwei Freunden (23, 25) in einem Schlauchboot auf der Würm in Planegg unterwegs. Die drei Studenten hatten längere Stöcke dabei, um sich abstoßen zu können, wenn sie zu nah ans Ufer gerieten oder Hindernisse im Wasser trieben.

Die jungen Männer kamen schnell voran, das Wasser stand hoch. Als das Schlauchboot auf die Brücke Germeringer Straße zufuhr, mussten sich die Studenten sehr klein machen. Gerade mal 52 Zentimeter Platz blieben zwischen dem Wasserspiegel und der Betonbrücke. Das maß ein Polizist nach dem Unfall.

Der Mann kommt mit schweren Verletzungen in eine Klinik

Die jungen Männer legten sich flach ins Boot und zogen die Köpfe ein. Doch Markus F. dachte offenbar nicht daran, auch seinen Stock sicher im Boot zu verwahren. Der Holzstab ragte mit dem vorderen Ende schräg über den Bug aus dem Schlauchboot heraus. Als das Gummiboot unter von der Strömung unter die Brücke getrieben wurde, stieß der etwa 80 Zentimeter lange Stab gegen die Betonwand der Brücke und verkeilte sich. Dabei bohrte sich ein Ende des Stocks fünf Zentimeter tief in die linke Brust des 23-jährigen Studenten.

Durch den Widerstand drehte sich das Schlauchboot, die Mitfahrer von Markus F. konnten die Verkeilung lösen und das Boot ans sichere Ufer bringen. Von dort alarmierten sie sofort Hilfe für ihren schwer verletzten Freund. Der 23-Jährige wird mit dem Krankenwagen in eine Münchner Klinik gebracht, wo er seitdem liegt.

Die Würm entspringt im Nordosten des Starnberger Sees. Der Hauptarm mündet bei Dachau in die Amper, die bei Moosburg in die Isar mündet. Der Würmkanal fließt über die Moosach zur Isar hin. Bis Leutstetten hat die Würm kaum Strömung. Danach fließt sie etwas schneller durchs idyllische Mühltal und große Wälder bis Gauting. Von dort schlängelt sie sich durch Stockdorf, Krailling, Planegg und Gräfelfing bis nach München-Pasing. Dort durchquert sich auf 11,2 Kilometern Länge den Münchner Westen und fließt schließlich am Schloss Blutenburg vorbei über Karlsfeld bis Dachau, wo sie in die Amper mündet. Zwischen Percha und Leutstetten ist das Befahren der Würm bis 30. Juni verboten.
 

 

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