Schweinsteiger gesperrt Provoziertes Gelb? - "So clever sind wir nicht"

"Wir holen uns keine gelbe Karte ab." Nach Schweinsteigers Gelber Karte in Marseille springen ihm die Bayern-Bosse verteidigend zur Seite.

 

München, Marseille - Nach getaner Tat suchte Bastian Schweinsteiger das Gespräch mit Carlos Velasco Carballo. Kurz zuvor hatte ihm der Unparteiische eine gelbe Karte vor die Nase gehalten, die ihn das Rückspiel gegen Marseille verpassen lässt - dafür aber kann er unbelastet ins hochwahrscheinliche Halbfinale gegen Real Madrid gehen. Eine Schurke, der ihm da Absicht unterstellen will.

Er sei nicht perfekt, versuchte Schweinsteiger dem Schiri sein Foul zu erklären, woraufhin dieser entgegnete: „Ich bin auch nicht perfekt.“

Bayern-Coach Jupp Heynckes tadelte derweil das Zweikampfverhalten seines Rekonvaleszenten: „Da muss er nicht hingehen.“ Von einem geschickten taktischen Foul wollte Heynckes nichts wissen: „Solche Rechenspiele mache ich sowieso nicht und halte auch nichts davon. Es ist schlecht für uns, dass Bastian am Dienstag nicht dabei ist.“

Auch Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge wollte von Absicht nichts wissen: „Wir holen uns keine gelbe Karte, um irgendetwas clever zu inszenieren. Er hat’s nicht extra gemacht. So clever sind wir nicht. Das wäre nicht fair. Und der FC Bayern steht für Fairplay.“

 

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