Schusswaffen-Schandis Polizei-Gewerkschaft kritisiert CSU-Vorstoß

Schon bewaffnet: Münchner U-Bahn-Wachen. Foto: dpa

Die CSU bekommt für ihren Vorschlag, kommunale Ordnungskräfte in München zu bewaffnen, weiter Gegenwind. Nun hat sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eingeschaltet. Man lehne den jüngsten Vorstoß "kategorisch ab", heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

 

München - CSU-Stadtrats-Fraktionsvize Michael Kuffer hatte in einem AZ-Interview gefordert, den bereits beschlossenen kommunalen Ordnungsdienst auch mit Schusswaffen auszustatten – so wie die U-Bahn-Wachen.

Die Vize-Chefin der GdP München, Christiane Kern (die SPD-Mitglied ist), sagte: "Das ist populistische Kleinstaaterei, die hier gefordert wird. Wo kämen wir hin, wenn sich wieder jede Stadt und jeder Landkreis bewaffnete Truppen zusammenstellt?" Die CSU spiele "ein Spiel mit der Angst der Bürger vor einer Gefahr, die man ihnen vorgaukelt."

Dass Kuffer den Ordnungsdienst aufstocken will, um die Polizei zu entlasten, lobt die GdP hingegen ausdrücklich.

 

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