Schüler spielen am Computer Schach zwischen München und Kapstadt

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Die Erwachsenen zeigen den Kinder, wie die Technik funktioniert. Spielen müssen sie dann selbst. Foto: ho

Schüler aus München und Kapstadt spielen am Computer gegeneinander Schach. Ein Kontinent gewinnt überlegen, die Kinder wollen eine Revanche

 

Altstadt - Deutsch oder englisch? Schach ist international – das zeigte sich bereits bei der Begrüßungsrunde zwischen den jungen Schachspielern in München und in Kapstadt, bei der sich alle Teilnehmer per Skype, also Videotelefonieren über das Internet, ein gutes Spiel beziehungsweise ein „good game“ wünschten. Dann herrschte für zwei Stunden Turnierruhe.

An acht Brettern standen sich Münchener Schach-Kinder und –Jugendliche von der Schachakademie München und der Münchener Schachstiftung ihren Schachgegnern aus Kapstadt gegenüber. Großmeister Stefan Kindermann, der Initiator des Turniers, zeigte sich überrascht: „Ich bin beeindruckt von der Spielstärke und der Professionalität der südafrikanischen Kinder und Jugendlichen. Dieses Mal ist das Ergebnis eindeutig 1:7 zugunsten der Südafrikaner ausgefallen. Doch wie es sich bei einem Freundschaftsturnier gehört, sehen wir das Ergebnis als Ansporn und hoffen auf eine baldige Revanche.“

Von offizieller bayerischer Seite war Peer Frieß als Vertreter der Bayerischen Staatskanzlei vor Ort: „Ich freue mich über diesen neuen Beitrag zur Vertiefung der Regionalpartnerschaft zwischen Bayern und der Südafrikanischen Provinz Western Cape. Schach bringt die Menschen zusammen, der Schachsport schafft Kontakte über Sprachen, Ländergrenzen und Kontinente hinweg." In Kapstadt feuerte der Deutsche Generalkonsul, Roland Herrman, die jungen Schachspieler an.

Obwohl die Südafrikanischen Schachfreunde dieses Mal deutlich überlegen war, gibt es auch auf Münchener Seite Grund zur Freude, wie Dijana Dengler, Vorsitzende der Münchener Schachstiftung, hervorhebt: „Dragan, der als Stiftungskind im Rahmen unserer Bildungsförderung am Match teilgenommen hat, hat sich super geschlagen und ein Remis für unsere Mannschaft herausgeholt! Ich freue mich nicht nur über seinen Erfolg, sondern auch darüber, wie viel Spaß ihm Schach macht und wie sehr er in seiner Entwicklung vom Schach profitiert.“

Dass es nicht bei dem einen Match bleiben wird, ist klar: In der Verabschiedungsrunde wurden Kontakt-Adressen ausgetauscht und man verabredete sich zu weiteren Partien!

 

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