Schritttempo und langes Warten 6.600 Kilometer in 2.900 Staus: Ostern auf der Autobahn

Langer Stau vor dem Gotthardtunnel in der Schweiz am Karfreitag. Foto: Alexandra Wey/KEYSTONE/dpa

Viel Geduld müssen Reisende mitbringen, die mit dem Auto in das Osterwochenende starten. In Bayern staut es sich vor allem auf der A8 in Richtung Salzburg.

 

München -  Mit kilometerlangen Blechlawinen sind viele Urlauber in das lange Osterwochenende gestartet. Laut ADAC gab es am Gründonnerstag über 24 Stunden gerechnet gut 2900 Staus, die sich auf eine Länge von mehr als 6.600 Kilometern summierten. Vor allem rund um die Städte mit ihren Ballungsräumen wurde es am Nachmittag und Abend eng.

Der Feierabendverkehr und der Start in den Urlaub fielen dort zusammen, sagte eine ADAC-Sprecherin. "Es waren nicht nur Urlauber, sondern auch Pendler unterwegs." Am Freitag füllten sich mittags die Straßen. Unter anderem die A8 München Richtung Salzburg, die A3 Frankfurt-Würzburg und die A7 zwischen Hamburg und Hannover waren stark betroffen.

Nadelöhr: Gotthardtunnel

"Wir haben fast auf allen großen Urlaubsrouten Staus, aber meistens sind es kleinere von drei bis fünf Kilometern Länge", sagte die Sprecherin. Am Gründonnerstag hatten Autofahrer unter anderem auf der A8 Richtung Salzburg, auf der A6 Heilbronn-Nürnberg und auf der A4 zwischen Dresden und Chemnitz in 20 Kilometer langen Staus gesteckt.

Für Reisende auf dem Weg in den Süden wurde erneut der Gotthardtunnel in der Schweiz zum Nadelöhr. Am Karfreitag stauten sich die Fahrzeuge vor dem Nordportal auf 14 Kilometern Länge. Die Wartezeit betrug zeitweise zweieinhalb Stunden, wie die TCS-Verkehrsinformation meldete.

Selbst um 3 Uhr lange Staus

Auch für Frühaufbrecher, die schon vor der großen Reisewelle am Tunnel sein wollten, lohnte sich die Taktik kaum. Selbst um 3.30 Uhr morgens war die Fahrzeugschlange vier Kilometer lang. Wartezeit: 45 Minuten. Die alternative San-Bernardino-Route war ebenfalls stark überlastet.

Das angekündigte schlechte Osterwetter auf der Alpennordseite ließ besonders viele Menschen die Wärme im Süden suchen. Die Schweizer Bahn setzte Extrazüge ein. Laut ADAC ist Gründonnerstag einer der staureichsten Tage im Jahr.

Den Staurekord des vergangenen Jahres gab es allerdings am 30. September: Zum Start in das verlängerte Wochenende mit dem Tag der Deutschen Einheit stockte es damals auf 11.200 Kilometern.

 

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