Neuzugang Serge Gnabry vom FC Bayern soll schon in dieser Saison die Altstars Arjen Robben und Franck Ribéry herausfordern – doch immer wieder stoppt ihn sein Körper.

München - Noch keine Minute in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden – und trotzdem den Marktwert kräftig gesteigert: So läuft das eben, wenn ein Fußballspieler zum FC Bayern wechselt. Serge Gnabry, den die Münchner 2017 bereits verpflichtet und dann gleich für eine Saison an 1899 Hoffenheim ausgeliehen hatten, hat seinen Wert von 20 auf 30 Millionen Euro erhöht.

Das zeigt das jüngste Update von "transfermarkt.de". Und man darf fest davon ausgehen, dass Gnabry sein Limit noch nicht erreicht hat – nicht mal im Ansatz.

Der 23-Jährige, der wie Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Niklas Süle dem starken 1995er-Jahrgang der Bayern angehört, soll in Zukunft das Offensivspiel der Münchner prägen, schon in dieser Saison ist er gemeinsam mit Kingsley Coman (22) als Herausforderer der Außenstürmer Arjen Robben (34) und Franck Ribéry (35) eingeplant. Den Auftakt gegen Hoffenheim (ab 20:30 Uhr im ZDF, auf dem Eurosport Player und im AZ-Liveticker) verpasst Gnabry allerdings wegen muskulärer Probleme.

Kovac geht behutsam mit Gnabry um

Das war bedauerlich, denn im Laufe der Vorbereitung hatte der frühere Stuttgarter sein großes Potenzial angedeutet – im offensiven Mittelfeld, als Mittelstürmer und sogar als Rechtsverteidiger auf der USA-Reise. Doch dann stoppten ihn muskuläre Probleme, mal wieder streikte beim anfälligen Alleskönner der Körper. Bereits im April hatte Gnabry einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich erlitten, die WM war dahin.

"Wir müssen das dosieren, dürfen nicht overpacen, damit er nicht wieder in eine Verletzung reinfällt", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac Anfang noch im Juli. "Wir haben schon das Ziel, dass er zum Ende der Vorbereitung topfit ist, damit er konkurrenzfähig ist wie die anderen auch." Doch daraus wurde nichts. Jetzt muss sich Gnabry erstmal wieder herankämpfen.

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Generell trauen die Bayern-Verantwortlichen dem Offensivtalent eine erfolgreiche Karriere zu. Sportdirektor Hasan Salihamidzic bezeichnet Gnabry als "große Hoffnung für uns". Er sei "ein Spieler, der besondere Stärken hat, der Speed hat, Power. Ich erwarte mir besonders viel von ihm", sagte Brazzo.

Kovac schwärmt: "Kompliment, dass Bayer ihn geholt hat"

Und Kovac meinte: "Er ist ein Spieler, der auf beiden Flügelpositionen spielen kann, der die Schnelligkeit hat und die Technik. Das braucht der heutige Fußball. Er ist ein toller Spieler. Kompliment, dass der FC Bayern ihn hat."

Gnabry selbst, der schon mit 16 Jahren nach England zum FC Arsenal wechselte, ehe seine Karriere ein wenig ins Stocken geriet, formuliert hohe Ziele in seiner ersten Saison. "Natürlich bin ich bereit, sonst wäre ich nicht hier", sagte er bei seiner Vorstellung in München.

Es gehe in seiner Premieren-Spielzeit darum, "so viele Titel zu holen, wie es geht". Drei wären schon ganz schön, zumindest will er aber wie der andere Neuzugang Goretzka seine erste Meisterschaft feiern.

Bei seiner Entwicklung will sich Gnabry auch an Robben und Ribéry orientieren. "Ihre Karrieren sprechen für sich, ihre Qualität auch. Sie haben mit vielen Spielern zusammengespielt, die nicht mehr auf der Fläche sind. Sie aber schon. Daher muss man ihre harte Arbeit bewundern”, sagte er.

Komplett fit werden, von den Legenden Robbéry lernen – und den Marktwert weiter steigern: So sieht Gnabrys Zukunftsplan aus.

 

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