Schnitt am Hals Hund gequält: Paulis langes Leiden

Ein freundlicher Hund: Pauli mit einer Pflegerin. Foto: Tierheim

Ein Draht hat sich tief in den Hals des lieben Hundes gefressen – er war wohl monatelang daran angekettet. Wer hat dem Tier diese Qualen angetan?

 

Aying/Riem - Schäferhund-mischling Pauli hatte eine klaffende Wunde am Hals, als er auf dem Gelände eines Reitstalls in Aying auftauchte. Die Polizei brachte den Rüden ins Münchner Tierheim. Dort stellte sich heraus, welche Qualen das Tier wohl hinter sich hat: Der Hund muss monatelang an einem Draht oder Seil angekettet gewesen sein, das sich tief ins Fleisch gefressen hatte.

Jedes Mal, wenn der Hund an seiner Fessel zog, rutschte die Schlinge erneut in die Wunde und riss sie ein Stückchen weiter auf. „Der Tierarzt hat ihn sofort unter Vollnarkose operiert“, so Sprecherin Monika von Tettenborn. Eine Stunde säuberte der Veterinär die Verletzung von Dreck und abgestorbenem Fleisch. Erst dann konnte er die Wunde vernähen.

Wer Pauli das angetan hat, weiß niemand. „Bei uns hat sich niemand gemeldet, der ihn vermisst“, sagt Monika von Tettenborn. „Dabei ist Pauli ein ganz lieber, freundlicher Hund, den die Pfleger ganz entzückend finden.“ Noch ist Pauli auf der Quarantänestation des Tierheims untergebracht.

Ab Donnerstag werden neue Besitzer für den drei bis vier Jahre alten Hund gesucht – Tierfreunde, bei denen er ein schönes, schmerzfreies Leben hat.

 

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