Schmerzensgeld-Klage Cosimabad: Mann nach Sturz in Sauna arbeitsunfähig

Zog sich bei dem Sauna-Sturz schlimme Verletzungen zu: Uwe H. (51). Foto: jot

Seine Leidenschaft wurde Uwe H. zum Verhängnis. Er stürzte beim Schwitzen im Cosimabad und zog sich einen Bruch des Steißbeins zu. Jetzt klagt der 51-Jährige auf Schmerzensgeld.

 

München „Ich bin ein leidenschaftlicher Saunagänger.“ Seine Leidenschaft wurde Uwe H. zum Verhängnis. Er stürzte beim Schwitzen im Cosimabad und zog sich unter anderem einen Bruch des Steißbeins zu. Nach weiteren medizinischen Komplikationen ist er jetzt arbeitsunfähig. Aus welchem Grund er stürzte, ist jetzt Gegenstand eines Zivilprozesses. Uwe H. will unter anderem 35 000 Euro Schmerzensgeld.

Von den Stadtwerken werden die Vorwürfe von A bis Z bestritten. Weder sei man Schuld an dem Sturz, noch sehe man eine kausale Verbindung zwischen den Verletzungen und der späteren Arbeitsunfähigkeit des Klägers. Uwe H. hatte einen lukrativen Job bei der Lufthansa.

Unbestritten ist allein das Datum des Vorfalls: 5. August 2011. „Um 10 Uhr war Aufguss“, erinnert sich der Kläger. Einer der anderen Gäste war noch da, als Uwe H. die Sauna nach zehn Minuten verlassen wollte.

„Es hat ein Geräusch gegeben wie Holz auf Holz. Dann sah ich wie der Mann nach hinten fiel“, erinnerte sich der einzige Augenzeuge am Mittwoch. Danach fiel ihm auf, dass die untere Bank etwas schief stand.

Während die Stadtwerke aber argumentieren, dass Uwe H. vielleicht ausgerutscht sei und die Bank erst durch den Sturz verschoben wurde, bleibt der Kläger bei seiner Version, dass ein Defekt an der Bank Ursache des Sturzes war.

Dass die bewegliche Bank vielleicht nicht richtig arretiert war, schließt auch die zuständige Schwimmmeisterin nicht aus. Einen solchen Sturz habe sie in 20 Jahren aber noch nicht erlebt. Das Bad komme seiner Verkehrssicherungspflicht nach. Vor der Öffnung wird das Bad überprüft, danach kontrolliert der Saunameister jede Stunde. Einen Schönheitsfehler gibt es: Nach den Organisationsanweisungen soll sogar alle 20 Minuten kontrolliert werden. „Das ist aber gar nicht möglich“, so die Mitarbeiterin.

Die Sauna im Cosimabad wurde inzwischen umgebaut. Die untere Bank ist jetzt fixiert.

Der Prozess wird fortgesetzt.    

 

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