Schlechtes Netz in Landshut: Wo sind die Funklöcher? Handynetz: OB Putz macht ernst!

Auch in der Altstadt klagen manche über das schlechte Netz für den Mobilfunk. Foto: Christine Vincon

Dem Oberbürgermeister reicht's: Er will wissen, wo in Landshut Handys gar keinen Empfang haben - und bittet dafür die Bürger um Hilfe

Landshut - Die Kommentatoren halten auf Facebook nicht hinterm Berg: "2009 war ich mal in Syrien, im ganzen Land (auch in Wüstenregionen) 3G-Empfang. Heuer im April auf Zypern vollständige LTE-Abdeckung", schreibt einer.

Und der nächste schlägt in die gleiche Kerbe: "Problemzonen? Das Mobilfunknetz in und um Landshut ist ein einziges Problem. Leider sind Sie ja als OB nur für die Stadt zuständig, denn im Landkreis ist es dann nur noch eine Katastrophe."

Die Netzabdeckung stinkt sehr vielen Bürgern in der Stadt

Was diese beiden Herren aufregt, genauso wie ungefähr noch 100 andere im Internet, Tendenz steigend: die Netzabdeckung in Landshut und Umgebung. Genau solche Kommentare will Oberbürgermeister Alexander Putz jedoch auch generieren: Er hat eine große Umfrage auf der Facebook-Seite der Stadt Landshut begonnen, wem welches Verbindungsloch wo genau am meisten in der Stadt stinkt.

Die Mobilfunknetze in der Stadt Landshut würden zwar kontinuierlich verbessert, heißt es von der Stadt. Dennoch gebe es im Stadtgebiet nach wie vor so einige Schwachpunkte.

Wer bei der Suche nach dem größten, schönsten und nervigsten Funkloch mitmachen will, sollte entweder auf Facebook auf die Seite der Stadt Landshut gehen und dort kommentieren - oder der Stadt eine E-Mail schreiben unter der Adresse

internet@landshut.de. Unbedingt anzugeben ist neben der Straße, in der es hakt, auch der Netzbetreiber. Einige Nutzer haben das bereits gemacht: Und wenn man sich die Kommentare ansieht, schaut es offenbar wirklich düster in Landshut aus.

Die Altstadt und Neustadt samt Freyung kommen mit schlechtem Netz vor, die gesamte B 11, Teile von Auloh, Kumhausen und die Gretlmühle werden genannt. Überall dort hakt es laut den Kommentatoren offenbar. LTE-Netz? In der Stadt? Auch eher mau, wenn man den Nutzern glauben darf.

Noch schlimmer trifft es aber offenbar die Menschen auf dem Land rund um Landshut: Eine Dame kommentiert zum Beispiel: "Beklagt euch nicht, wir in Haarbach bei Vilsbiburg haben gar kein Netz! Wenn das Festnetz auch noch ausfällt (wie letztens und es drei Tage nicht ging) bist abgeschnitten von der Welt! Kannst nicht mal eine Notrufnummer anrufen! Trauriger Zustand!"

Bezüglich der Probleme der Landkreis-Bewohner kann der Landshuter OB Putz wenig tun. Aber für die Innenstadt verspricht er Besserung. Er will nun gemeinsam mit der Verwaltung die Infos sammeln und dann an die Mobilfunkbetreiber herantreten.

Ein kleiner Schritt in Richtung vollständige Netzabdeckung ist sowieso schon getan: Der städtische "Runde Tisch Mobilfunk" hatte sich kürzlich erst mit knapp 20 Mobilfunkstandorten im Stadtgebiet befasst.

Denn: Die Versorgung der Landshuter soll ab sofort weiter optimiert werden. Die Netzbetreiber stellten damals den Teilnehmern des Runden Tisches ihre Planungen zum Neubau von Mobilfunkstandorten in der Seligenthaler Straße, Luitpoldstraße, Watzmannstraße sowie Am Alten Viehmarkt vor.

Des Weiteren soll die Mobilfunkversorgung an den Standorten Theodor-Heuss-Straße, Christoph-Dorner-Straße, Ellermühle, Auloh, Dieselstraße, Bahnhof, Siemensstraße, Königsberger Straße und Niedermayerstraße erweitert werden. Die Verbesserung wurde seitens des Runden Tisches begrüßt.

Nach Beurteilung der Immissionssituation an sensiblen Bereichen wurden die Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen einstimmig befürwortet.

Wer als Landshuter auch zur Sammlung der schlechten Netzabdeckung beitragen möchte: Informationen von Bürgern können auf der Facebook-Seite der Stadt abgegeben werden. Wer kein Facebook hat: Es geht auch unter der E-Mail-Adresse internet@landshut.de. Angegeben werden sollten der Netzanbieter, bei dem es in der Stadt hakt, und die Straße, wo das Netz ausfällt oder Probleme macht.

 

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