SC Paderborn gewinnt 2:0 gegen Hannover Rekordtor: Ex-Löwe Stoppelkamp trifft aus 83 Metern

Moritz Stoppelkamp trifft mit einem Rekordtor zum 2:0 Endstand. Foto: dpa

Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp wird beim 2:0 des SC Paderborn gegen Hannover zum Held -  mit einem Schuss aus gut 80 Metern ins leere Tor (90.+3).

 

Paderborn - Bundesliga-Neuling SC Paderborn sorgt weiter für Furore in der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Andre Breitenreiter feierte am Samstag mit dem 2:0 (0:0) gegen Hannover 96 im dritten Anlauf den ersten Heimsieg der Clubgeschichte im Oberhaus, bleibt weiter ungeschlagen und übernahm mit acht Punkten vor dem Abendspiel sogar die Tabellenführung. Helden des Tages waren einmal mehr Elias Kachunga (71.), der sein drittes Tor erzielte, und der Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp mit einem Schuss aus gut 80 Metern ins leere Tor (90.+3). Stoppelkamp bei Sky: «Ich wusste nicht, dass ich überhaupt soweit schießen kann.»

Paderborn sammelte aus vier Spielen bereits acht Punkte. Hannover verpasste einen Club-Startrekord und hat nach der ersten Niederlage weiter sieben Zähler auf dem Konto.

Für Paderborn folgen nun spektakuläre Aufgaben. Am Dienstag steht der Auftritt in der Allianz-Arena bei Doublesieger Bayern München an, am kommenden Samstag folgt das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Hannover spielt am Mittwoch gegen den zweiten Aufsteiger 1. FC Köln und reist am kommenden Samstag zum VfB Stuttgart.

Die beiden Trainer Andre Breitenreiter und Tayfun Korkut bauten ihre Teams auf jeweils einer Position um: Bei Paderborn rückte Michael Heinloth für Marvin Bakalorz in die Anfangsformation, bei Hannover Ceyhun Gülselam für Leon Andreasen. Die 15 000 Zuschauern in der erstmals ausverkauften Benteler-Arena sahen eine unterhaltsame Anfangsphase, in der beide Teams modernen Fußball boten. Ein bisschen Pressing, ein bisschen Gegenpressing und schnelle Ballpassagen. Die reifere Spielanlage zeigten die Gäste.

Chancen waren allerdings Mangelware. Nach nicht einmal zwei Minuten prüfte Mario Vrancic Gäste-Keeper Ron-Robert Zieler, der dann noch einmal gegen Süleyman Koc auf dem Posten war (42.). Die beste Chance für Hannover hatte Leonardo Bittencourt, der mit einer Direktabnahme an Lukas Kruse scheiterte (23.).

Am Spielgeschehen änderte sich in der zweiten Halbzeit wenig. Korkut brachte bei Hannover Andreasen. Beide Mannschaften gingen engagiert zu Werke. Aber zündende Ideen hatten Seltenheitswert. Kopfbälle von Hannovers Joselu (61.) und Paderborns Koc (65.) verfehlten ihr Ziel. Dann aber schäumten die Emotionen über: Kapitän Uwe Hünemeier setzte sich bei einem Kopfball-Duell auf der rechten Seite durch und spielte auf Kachunga, der ins kurze Eck traf.

Kachunga (77.) und Stoppelkamp (78.) hatten wenig später das 2:0 auf dem Fuß, das Stoppelkamp in der Nachspielzeit mit einem kuriosen Treffer gelang. Als Zieler sein Tor verlassen hatte, traf der frühere Hannoveraner, der letzte Saison noch beim TSV 1860 unter Vertrag stand, mit seinem Schuss aus der Abwehr optimal und beförderte den Ball ins leere Gehäuse.

 

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