Savanna Springbock in der Stadt

Dieser Elefant in der Maistraße weist den Weg Richtung Südafrika: Dorthin, wo Krokodil, Kingklip und Kudu auf der Speisekarte stehen. Foto: Daniel von Loeper

In der Maistraße hat mit dem „Savanna“ ein Restaurant eröffnet, das Spezialitäten aus Südafrika auftischt

 

Der Elefant hat sich zur lokalen Berühmtheit gemausert, Taxifahrer kennen ihn schon. Unübersehbar prangt sein Schädel über dem Eingang des „Savanna“ und bringt seit Februar eine exotische Note in die Maistraße.

Was sich unter seinen Stoßzähnen verbirgt, ist der Eingang zum einzigen südafrikanischen Restaurant der Stadt. „Viele Münchner haben schon Urlaub dort gemacht, finden das Land wunderschön, loben die Gastfreundschaft – und das Essen“, sagt Johann Cronje.

Den Südafrikaner hat sein Herz hierher geführt, beim Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff lernte er die Dachauerin Carina Ambach kennen. Die beiden Gastronomen heirateten einmal in München, einmal in Südafrika, Johann arbeitete als Barchef im Louis Hotel, seine Frau im Nektar, bis sie einen geeigneten Ort für ihren gemeinsamen Traum fanden.

Im ehemaligen „Unico“ ist jetzt Lodge-Feeling eingezogen. „Wir haben die Wände in einem Orange gestrichen, das an die Sonnenuntergänge Afrikas erinnert“ sagt Johann Cronje. Einen Restaurantbereich hat das Lokal, einen kleineren Loungebereich mit enger stehenden Tischen, „bei Pärchen sehr beliebt“, sagt die Chefin. Und eine kuschelige Ecke mit breiten Sofas gibt es, für die Gäste, die noch auf einen gemütlichen Cocktail vorbeischauen. Viel von der Deko kam per Schiff aus Afrika: die Masken an der Wand oder die Barhocker und Elefantenbeine aus Fiberglas.

An Wochenenden war das Savanna schon voll besetzt. Klar, einiges auf der Karte gibt’s so kein zweites Mal in München. Schon mal Hai probiert, oder Springbock? „Wir Südafrikaner lieben Barbecue“, sagt Cronje. Und so landet viel Fleisch und Fisch auch im Savanna auf dem „Braal“, dem Grill. Mutige wagen sich gleich an Buntbock (21 Euro) oder Kingklip, einem afrikanischen Bodenfisch (13,50) – „sehr geschmackvoll und butterig“, sagt der Wirt.

Zögerliche tasten sich mit Roastbeef (300 Gramm 18,50) oder Maispoulardenbrust (8,50) an die Gerichte heran. Dazu gibt’s Beilagen wie überbackene Polenta oder Süßkartoffel-Pommes (je 3 Euro) und Soßen wie die hausgemachte Barbeque-Sauce, Rotwein-Zwiebeln oder eine Roquefort-Sahne-Sauce (je 1,50). Dazu passen die ausgewählten Weine aus Südafrika (Flasche ab 19 Euro).

Das Gastgeberpaar empfiehlt gern den passenden Tropfen, hilft und berät bei der Speiseauswahl. „Wir lieben das, was wir tun, und bisher ist noch niemand mit schlechter Laune aus dem Savanna rausgegangen“, sagt Carina Ambach-Cronje. Im Gegenteil: Die meisten Gäste standen bald wieder unter dem Elefantenrüssel in der Maistraße, um die Tür zu einem Abend in Südafrika zu öffnen. 


Maistraße 63, Di. bis So. 12 – 1Uhr, www.savanna-munich.com, Tel.: 53 90 63 63

 

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