Saufen wie ein Pferd Schlimmer als Wiesn: Das Trinkgelage beim Melbourne Cup

Der Flemington Racecourse in Melbourne ist am Wochenende wieder zum Schauplatz für Tausende trinkwütige Australier geworden. Die Bilder vom Melbourne Cup 2016 zum Durchklicken. Foto: dpa

Edle Hüte und noch edlere Kleider sind ein Muss beim traditionellen Melbourne Cup in Australien. Vor lauter Rausch sitzen am Ende des Pferderennens aber weder Hut noch Kleid an Ort und Stelle. Und da sagt noch einer was über die Wiesn.

 

Melbourne – Viele lamentieren ja, ein Großteil der Oktoberfest-Besucher würde nur aus einem Grund auf die Wiesn gehen: Saufen. Solche, die sich durch diesen Vorwurf angesprochen fühlen, entgegnen dann häufig mit dem Argument, dass es sich bei der Wiesn schließlich um ein traditionell bayerisches Bierfest handelt – und die Tradition verlangt nun mal Biertrinken.

Der Wiesn-Zombie hält sich an die Spielregeln

Fünf, sechs Maß dürfen's dann schon sein, da kann man quasi nicht aus. Dass einige nach dem Bierzeltbesuch dann sternhagelvoll über die Theresienwiese und durch die ganze Stadt stolpern, ist irgendwie konsequent. Ob's das braucht oder nicht, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Als Bier liebender Wiesn-Fan könnte man an dieser Stelle auch einwenden, die torkelnden und kotzenden Oktoberfest-Zombies halten sich wenigsten an die Spielregeln. Ganz anders schaut's nämlich Down Under aus.

 

Die Besucher des Melbourne Cups in Australien zweckentfremden alljährlich ein glamouröses Pferderennen, um sich so richtig eins hinter die Binse zu kippen. Das höchstdotierte Galopprennen der Welt ist für viele der rund 100.000 Zuschauer tatsächlich das persönliche Suff-Event des Jahres.

Volltrunken unter den Augen des holländisches Königspaares

Gestriegelt und gebügelt im besten Anzug und schicksten Kleid fällt es so manchem Besucher nach diversen Alkoholika schwer, die sonst bei Pferderennen übliche Society-Etikette aufrechtzuerhalten. Auch in diesem Jahr räkelten sich wieder Männlein und Weiblein in hemmungslosen Posen im Pflanzengestrüpp. Zwischen leeren Bierdosen, Sektflaschen und Plastikbechern schlief so mancher sportlicher Trinker seinen Rausch auf der Wiese neben der Rennbahn aus.

Beobachtet wurden die Bierleichen dabei von der Prominenz aus den hochgebauten Logen. In diesem Jahr mit dabei: Das holländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima.

Ganz schön peinlich. Dann lieber doch der Kotzhügel auf der Theresienwiese.