Sanierung statt Abriss? Wagnerstraße 3: Aufschub für den Altbau

Der Blick auf das Haus in der Wagnerstraße 3. Foto: Gregor Feindt

Die Wagnerstraße 3 sollte abgerissen werden. Nach massivem Widerstand überdenkt die Gewofag, der das Haus gehört, jetzt nochmal die Neubaupläne.

München - Unter inzwischen etwas entspannteren Vorzeichen gestaltet sich die Zukunft des Altbaus an der Wagnerstraße 3. Das Haus aus dem Jahr 1902 gehört seit 2012 der Gewofag.

Bislang sollte das Haus zugunsten eines Neubaus abgerissen werden (AZ berichtete). Nach Druck von Anwohnern und Stadtpolitikern will das städtische Unternehmen die Pläne jetzt noch einmal überdenken.

Von den acht Wohnungen des dreigeschossigen Altbaus stehen momentan drei leer. Eine umfangreichere Zwischennutzung lehnte die Gewofag bislang ab. Das Haus selbst sollte einem Neubau weichen, weil es laut Gewofag nicht rentabel gewesen sei, das Haus zu erhalten.

Der einst stolze Altbau mit Atelier im Dachgeschoss wurde lange Jahre sich selbst überlassen. Vom Keller steige Feuchtigkeit auf, so die Gewofag. Deshalb sollte ein Neubau her, in dem die Gewofag für 3,7 Millionen Euro acht neue Wohnungen für Alleinerziehende und eine Großtagespflege unterbringen will.

Was Anwohner und Teile der Stadtpolitik daran stört: Von außen sieht der Altbau zwar wenig einladend aus. Ganz anders der Eindruck aber von innen: Hier gibt es einen geräumigen Innenhof, schmucke Treppengeländer und noch erhaltene historische Türen.

Die Fraktion aus FDP, HUT und Piraten hat sich in der Frage an OB Dieter Reiter gewandt (SPD) und eine Sanierung statt Abriss gefordert. Jetzt will die Gewofag die Abrisspläne noch einmal prüfen und die leerstehenden Wohnungen zwischennutzen.

 

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