Sanierung geplant Toilette am Marienplatz: Auf einmal pressiert’s

Dreckig, kaputt, ein Lokus zum Schämen: die Toilettenanlage im Marienplatz-Untergeschoss. Foto: Martha Schlüter

Jahrelang ist nichts passiert, doch jetzt soll es ganz schnell gehen: Spätestens im Oktober 2015 soll das neue WC fertig sein.

 

München - Wäre darüber nicht so viel Stahl und Beton verbaut, man würde wahrscheinlich sagen: Die Toilette im Marienplatz-Untergeschoss stinkt zum Himmel. Dreckig, kaputt, ein Lokus zum Schämen. Deshalb soll die WC-Anlage nun saniert werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat eigentlich schon im April 2012 gefasst, doch dann kam eine ganze Menge Bürokratie dazwischen: Erst wälzte die Stadt die Verantwortung für 36 Bedürfnisanstalten auf die Stadtwerke ab, die gründeten daraufhin die Münchner Toiletten GmbH und die wiederum ist seitdem auf der Suche nach einem privaten Betreiber. Passiert ist bislang jedenfalls nichts.

Doch jetzt muss es auf einmal ganz schnell gehen: Der Unterbau des Marienplatzes wird schon seit einer ganzen Weile saniert, im Oktober kommenden Jahres will die Stadt das runderneuerte Untergeschoss eröffnen. Da hätte man natürlich gerne, dass auch die Toiletten blitzeblank sind.

Eigentlich sollen die privaten Betreiber die WC-Anlagen herrichten, doch die Ausschreibung läuft noch. Bereits im März allerdings wird das Bauloch am Fischbrunnen geschlossen, danach müsste der ganze Bauschutt über die regulären Treppen nach oben transportiert werden. Deshalb hat der Stadtrat gestern beschlossen, 875.000 Euro für die Erneuerung des Marienplatz-WCs bereit zu halten.

Der Betrag ist eher über den Daumen gepeilt als hart kalkuliert. Aber für eine konkrete Kostenschätzung fehlt die Zeit. Als Vergleichswert dienen die Toiletten an der Münchner Freiheit, dort hat die Sanierung 685.000 Euro gekostet.

Das Klohäusl am Marienplatz ist entsprechend der Nutzerfrequenz der höchsten WC-Kategorie zugeordnet. Es ist größer und wichtiger als das an der Münchner Freiheit. Da kann man davon ausgehen, dass die Sanierung auch ein bisschen teurer wird. 

 

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