Duell am Samstag TSG 1899 Hoffenheim: Bayern-Rivale? Bayern-Filiale!

, aktualisiert am 26.01.2018 - 09:22 Uhr
Erst bei Hoffenheim – dann der Wechsel zu Bayern: Niklas Süle, Sebastian Rudy, Tom Starke, Luiz Gustavo und Sandro Wagner (jeweils von links). Foto: dpa (7), Rauchensteiner/Augenklick (2), GES/Augenklick (2)

Der FC Bayern trifft am Samstag auf die TSG 1899 Hoffenheim – auf den Klub, bei dem er sich in den vergangenen Jahren regelmäßig bediente. Von Gustavo bis Wagner: So wichtig waren die Transfers für Bayern.

 

München - Der wohl spektakulärste Hoffenheim-Transfer zum FC Bayern wird ausbleiben – zumindest vorerst. Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann, das melden vor dem Bundesliga-Duell am Samstag in München die Süddeutsche Zeitung und die Bild, ist raus aus dem Rennen für den Trainerposten in München ab diesem Sommer.

Der 30-Jährige, der lange als heißer Kandidat galt, ist den Bayern-Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge offenbar doch zu jung, zu unerfahren. Die Bayern erleben mit Jupp Heynckes (72) ja gerade sehr genau, wie wichtig väterliche Führung und Autorität für eine Mannschaft sein können.

Nagelsmanns Bilanz von bislang erst 79 Pflichtspielen als Profi-Coach reicht nicht aus für den Job beim Serienmeister. Noch nicht. Abschreiben sollte man den Jung-Trainer aber auf keinen Fall. 2019 gibt es für Nagelsmann die Möglichkeit, aus seinem bis 2021 laufenden Vertrag auszusteigen.

Nagelsmann "mittelfristig" nach München?

Bis 2019 wollen die Bayern bekanntlich Heynckes halten – falls der Erfolgstrainer tatsächlich bei diesem Plan mitmacht. Könnte also mittelfristig doch klappen. Besonders Bayern-Präsident Hoeneß, der ein gutes Verhältnis zu Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp pflegt, ist von Nagelsmanns Arbeit angetan.

Hoeneß sagte, dass der Coach "sicherlich einer der Trainer" sei, "die irgendwann einmal für Bayern infrage kommen". Zum Trend würde es passen, wenn Nagelsmann mittelfristig Bayern übernimmt. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder wichtige Hoffenheimer Protagonisten nach München transferiert.

Aus dem einstigen Bayern-Rivalen, der in der Saison 2008/2009 sogar lange Tabellenführer war, ist eine Bayern-Filiale geworden. Die AZ gibt einen Überblick...

Luiz Gustavo

Anfang 2011 griffen die Bayern erstmals im Kraichgau zu, der Brasilianer Luiz Gustavo kam in der Winterpause für die hohe Ablösesumme von 17 Millionen Euro nach München. Doch es war eine Investition, die sich lohnen sollte. Gustavo war zwar nie unumstrittener Stammspieler, er avancierte aber speziell in der Triple-Saison 2012/13 zu einer zuverlässigen Aushilfskraft. Im Champions-League-Finale gegen Dortmund wurde der Mittelfeld-Abräumer kurz vor Spielende eingewechselt. Versüßt wurde der Deal 2011 übrigens mit einem Leihgeschäft in die andere Richtung. David Alaba, damals gerade 18 Jahre jung, wechselte im Winter nach Hoffenheim. Die Spielpraxis bei der TSG half Alaba für seine spätere Karriere in München.

Tom Starke

Ja, auch der Keeper spielte mal in Hoffenheim. Zwischen 2010 und 2012 stand Starke in 64 Spielen im TSG-Tor, ehe er vor der Triple-Saison zu den Bayern wechselte. Das sollte sich lohnen für den 36-Jährigen: Bis heute hat Starke 13 Titel in München geholt. Als Vorbild an Einsatz und noch immer guter Bundesliga-Torwart ist Starke weiter wichtig für Bayern.

Sebastian Rudy

Ablösefrei kam der deutsche Nationalspieler im vergangenen Sommer zu den Bayern – nicht nur aus finanzieller Sicht ein guter Transfer. Rudy spielt meist gut, wenn er von Heynckes aufgestellt wird – zuletzt war das etwas seltener der Fall. Trotzdem darf Rudy von der WM träumen. "Ich muss meine Leistungen bestätigen, dann bin ich guter Hoffnung, dass ich nominiert werde", sagte er der AZ.

Niklas Süle

Auch der Abwehrriese war ein Volltreffer. Süle kommt auf 23 Spiele in dieser Saison, er hat sich als erstklassige Alternative zum Duo Hummels/Boateng erwiesen. "Der Trainer vertraut mir, ich habe auch gespielt, als alle Innenverteidiger fit waren", sagte der 22-Jährige am Donnerstag. Selbstvertrauen pur.

Sandro Wagner

Das trifft auch auf den Stürmer zu, der im Winter zu seinem Jugendverein zurückkehrte. "Ich bin wieder zuhause", sagte Wagner. Bislang ist er aber nur Joker bei seinen Einsätzen. Trotzdem: Als Back-up zu Robert Lewandowski war Wagner ein guter Griff.

 

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