Saló Wie am Gardasee

Salute! Neben italienischen Gerichten gibt’s im „Salò“ auch Aperitifs und Cocktails. Foto: Petra Schramek

Die „MaxEssbar“ ist zu. An ihrer Stelle hat in der Maxvorstadt vor zwei Wochen eine Pizzeria eröffnet, das „Salò“. Hier bleiben die Gäste gegen Wochenende noch für ein paar Cocktails sitzen

Wie in Italien fühle ich mich dort“, sagen die Leute gern, wenn sie ein italienisches Restaurant loben wollen. Konstantin Irnsperger und seine Kollegen haben für ihre neue Pizzeria den Namen „Salò“ gewählt. Und für das richtige Italien-Feeling haben sie gleich ordentlich Gas gegeben – in Richtung Gardasee.

Postkarten aus dem Ort Salò schickten sie von dort als Eröffnungs-Einladungen an ihre Freunde. Seit zwei Wochen ist das Salò jetzt offen. Mittlerweile wickeln hier nicht nur Freunde Spaghetti auf ihre Gabeln, auch die Anwohner haben das Restaurant für sich entdeckt. Im Eckhaus an der Georgen- und Schraudolphstraße feierte das Partyvolk früher im Pappasito’s, nach seinem Auszug gab die MaxEssbar ein kurzes Gastspiel.

„Eigentlich wollten wir eine Bar aufmachen“, sagt Konstantin Irnsperger. Wir, das sind er und seine Club-Meinburk-Mitbetreiber Serge Dolkhani und Sebastian Erlenmaier. Dann aber kam diese Location daher, wo schon immer auch Essen serviert wurde – und den Kollegen Sam Bouabana, gelernter Koch aus Triest, überredete sie, mit ihm ins Restaurant-Geschäft einzusteigen.

Aus Italien kamen nicht nur die Einladungs-Postkarten, sondern auch das Herzstück des Ladens, der Steinofen hinter der langen Bar. Der Pizzabäcker holt Kreationen von „Napoli“ (4,50 Euro) über „Marinara“ mit Sardellen (7,90) bis „Tartufo“ mit Trüffeln (15,50) aus seinem Schlund. Das Hauptaugenmerk liegt auf Pizza, natürlich stehen auch Pasta-Gerichte auf der Karte, die auf Backpapier gedruckt auf den Tischen liegt. Auf der Wochenkarte an der Tafel finden Fisch- und Fleischspezialitäten Platz, Dorade vom Grill (16,50) oder Porchetta mit Fenchel und Polenta (15,50).

Die Einrichtung ist leger, dunkles Holz an Tischen und Bar, schwarz-weiß-Bilder von Salò, Lampen setzen farbige Akzente. „Bei der Farbgebung haben wir uns von den Riva-Booten inspirieren lassen“, sagt Irnsperger. An diesen Tischen sitzen ab 18 Uhr oft Familien mit Kindern, „die Gäste, die erst gegen 21 Uhr kommen, bleiben meist noch auf Drinks“, sagt der Chef.

Und gegen Wochenende nehmen einige am späten Abend gleich an der Bar Platz und ordern Cocktails (7,50). Ob sie sich dabei wie am Gardasee fühlen oder wie in einem netten Nachbarschaftslokal in München – das sei den Gästen selbst überlassen. 


Schraudolphstraße 44, Mo. bis Sa. ab 18 Uhr, www.salomuenchen.de, Tel.: 27 37 4000

 

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