Safran Neue Würze

Mehr Platz: Im alten „Safran“ konnte Rony Khandakar nur 40 Gäste begrüßen, nun sind es 80. Blick in sein neues Restaurant an der Steinstraße 79. Foto: Gregor Feindt

Er hat knapp vier Jahre gebraucht, um eine Immobilie zu finden. Nun ist Rony Khandakar mit seinem indischen Restaurant „Safran“ umgezogen, von der Steinstraße – in die Steinstraße.

 

Ob schon jemand vor der Steinstraße 9 stand, ratlos, weil das „Safran“ nicht da war, wo er es erwartet hatte? Rony Khandakar (41) sagt, diesen Fall habe es noch nicht gegeben. Er hat auch alles dafür getan, dass es nicht passiert. Schon im Februar hat er seinen Stammgästen Zettel in die Hand gedrückt, versehen mit der Info, dass das „Safran“ zum 1. Juli umziehe. Von der Steinstraße 9 in die Steinstraße 79. Oder: vom Wiener Platz zum Rosenheimer Platz.

„Ich wollte unbedingt in Haidhausen bleiben“, sagt Khandakar, „sonst hätte ich meine Stammkundschaft nicht mitnehmen können.“ Knapp vier Jahre hat er nach einem neuen Lokal gesucht, er hat „im ganzen Viertel rumgefragt“, es über Makler probiert, erfolglos. „In Haidhausen wird einfach nichts frei“, sagt er.

Fast nichts. Irgendwann sprach Khandakar den Pächter des ehemaligen Café Moccar an, ein Stammgast, wie er betont, und hatte Glück. Der wollte raus aus dem Gebäude in der Steinstraße 79.

Nun hat Rony Khandakar mehr als doppelt so viele Plätze wie vorher, 80 drinnen und 30 draußen auf der kleinen Terrasse. Name, Personal, Telefonnummer und die Speisekarte sind geblieben.

Im Safran gibt es Nordindisches, so wie bei den meisten Indern in München. Khandakar empfiehlt seine Tandoori-Gerichte aus dem Lehmofen, etwa Botti Kabab, Lammfilet vom Spieß, für 13,50 Euro, oder Achari Chicken Tikka, zart marinierte Hühnerfleischstücke mit eingelegtem Obst und Gemüse, für 14,90 Euro. Wir möchten der Liste das Sabzi Kofta hinzufügen, Gemüseklößchen in würziger Currysoße für 9,90 Euro, sowie das Bombay Alu, Kartoffeln in kräftiger Zitronengrassoße, für 8,90 Euro.

Zu allen Speisen gibt es Safran-Reis – Ehrensache in einem Restaurant, das den Namen des kostbaren Gewürzes trägt. Um ein Kilogramm davon zu gewinnen, benötigt man übrigens 100.000 getrocknete Blütennarben der gleichnamigen Krokusart. Für zehn Gramm Safran bezahlt man schon mal 50 Euro – und mehr. Genießen kann man es in vielen Speisen in Haidhausen. In der Steinstraße – neunundsiebzig.


Steinstraße 79, Mo. bis Sa. 11.30 – 14.30 Uhr und 17.30 – 0 Uhr, So. 11.30 bis 0 Uhr, Tel. 61 46 87 81

 

0 Kommentare