Säuberung der Suchergebnisse Google geht gegen Rachepornos vor

Das Google-Hauptquartier in Kalifornien Foto: ddp images

Nacktfotos posten, um der Ex eine auszuwischen: Rachepornos kommen im Netz immer häufiger vor. Google will diesem schäbigen Treiben nun im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Riegel vorschieben.

 

Die sogenannten Rachepornos gehören zu den unappetitlicheren Seiten des Internets: Frustrierte Ex-Partner oder auch anonyme Hacker posten öffentlich intime Fotos und Videos ihrer Opfer, um sie zu demütigen. Ein beunruhigender Trend, gegen den in einigen Ländern bereits eigene Gesetze erlassen wurden. Nun hat auch Google angekündigt, Rachepornos aus seinen Suchergebnissen zu entfernen.

"Unsere Philosophie war immer, dass die Suche das gesamte Web wiederspiegeln soll", erklärt Google-Vizepräsident Amit Singhal in einem Blogeintrag. "Racheporno-Bilder sind allerdings sehr persönlich, richten emotionalen Schaden an und dienen nur dazu, die Opfer - in erster Linie Frauen - zu entwürdigen." Google werde deshalb Nacktbilder und sexuell explizite Aufnahmen, die gegen den Willen der dargestellten Personen ins Netz gestellt wurden, auf Antrag aus den Suchergebnissen löschen.

Singhal kündigt ein ähnliches Vorgehen wie bei Löschanfragen zu sensiblen Daten wie Bankkonto-Informationen an. Ein Formular für entsprechende Löschanträge soll in den kommenden Wochen online gehen. Zum Schluss stellt Singhal klar, dass Google die Problematik der Rachepornos nicht endgültig lösen kann, da die Bilder natürlich trotzdem weiter auf den entsprechenden Webseiten stünden.

 

 

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