Sado-Maso-Studio Porno-Kater "Mirti" quartiert sich in Puff ein

Und was passiert jetzt? Neugierig sitzt Streuner "Mirti" nach seinem Ausflug ins Laufhaus auf dem Schoß eines Tierheim-Mitarbeiters. Foto: Tierschutzverein München/dpa

Zwei Tage lang streunt Jungtier "Mirti" zwischen Sex-Spielzeug und Prostituierten durch ein Laufhaus an der Machtlfinger Straße – dann entdeckt er das Sado-Maso-Studio.

 

Obersendling - Wie es Kater „Mirti“ geschafft hat, wohlbehalten von seinem Zuhause in Solln nach Obersendling zu gelangen, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Vielleicht ist der Ausreißer heimlich in ein fremdes Auto geklettert, vielleicht ist er einfach gelaufen. Aufgeflogen ist nun allerdings, wo der Herumtreiber die letzte Etappe seiner Wanderung verbracht hat: in einem Bordell an der Machtlfinger Straße.

Zwei Tage lang habe der kleine schwarze Streuner das Etablissement inspiziert – Zimmer für Zimmer, erzählt Judith Brettmeister vom Münchner Tierschutzverein. Dann habe er ausgerechnet das Sado-Maso-Studio im Keller zu seinem Lieblingsplatz erkoren.

Schnurrend lag der fünf Monate alte Kater zwischen allerlei Sexspielzeug und ließ sich kraulen, die Prostituierten waren entzückt. „Die Damen haben ihm ein Deckchen hingelegt, ihn mit Wasser und Futter versorgt, alles vorbildlich“, lobt Judith Brettmeister. „Sie hätten ihn gerne behalten.“ Trotzdem meldeten die Frauen ihr flauschiges Findelkind pflichtbewusst beim Tierheim.

Ein Mitarbeiter des Tierschutzvereins holte den schwarzen Kater ab. Einen Tag später waren die Besitzer ausfindig gemacht und der Ausreißer kehrte nach Solln zurück.

Über seine Abenteuer verlor Mirti kein einziges Miau. Ein Gentleman genießt und schweigt – auch wenn er vier Pfoten hat.

 

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