Russland und Baltikum Rekordfrost: Mehr als 20 Kältetote

Klirrende Kälte hat in Russland innerhalb von 24 Stunden mindestens 20 Menschen getötet. Die Temperaturen sanken auf Minus 50 Grad Celsius

 

Moskau/Riga  Viele Kälteopfer seien Obdachlose, berichteten Medien am Mittwoch. In dem Land wurden Temperaturen von minus 50 Grad Celsius gemessen. In der Hauptstadt Moskau bibbern die Einwohner bei den schwersten Dezemberfrösten seit einem halben Jahrhundert, wie die Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ schrieb.

Landesweit sterben jeden Tag nach Angaben des Zivilschutzministeriums zudem bis zu 70 Menschen, die sich an Feuern und Öfen aufwärmen wollen.

Krass ist die Lage zum Beispiel in der gebirgigen Altai-Region in Südsibirien. Dort erfroren in zwei Tagen in verschiedenen Dörfern 15 Menschen, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.

Die elf Männer und vier Frauen hätten zuvor bei Temperaturen um minus 40 Grad harten Alkohol getrunken. Da die Kältetoten von unterschiedlichen Behörden erfasst werden, war nicht klar, wer von den 15 in die Gesamtzahl von 20 Toten eines Tages eingerechnet war.

Wegen des kalten Wetters erfroren auch im Baltikum mindestens zwei Menschen.

In der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas starb ein 52-jähriger Obdachloser in einem verlassenen Gebäude, wie die Zeitung „Lietuvos Rytas“ schrieb. Die estnische Zeitung „Eesti Päevaleht“ berichtete, dass in der Kleinstadt Voru im Südosten des EU-Landes die Leiche einer jungen Frau gefunden worden sei. Die 18-Jährige war zuletzt gesehen worden, als sie angetrunken einen Club verließ.

 

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