Rundumschlag von FC-Bayern-Star Joachim Löw wehrt sich gegen Kritik - und schießt gegen Wagner

Zerstritten: Sandro Wagner (li.) vom FC Bayern und Bundestrainer Joachim Löw. Foto: imago/Matthias Koch

Joachim Löw reagiert auf den Rundumschlag von Sandro Wagner. Der Bundestrainer weist jede Kritik von sich und teilt seinerseits gegen den Stürmer des FC Bayern aus.

München - Der Konter sitzt: Joachim Löw hat zum Vorwurf von Sandro Wagner Stellung genommen, wonach für Spieler des DFB-Teams maßgebliches Kriterium sei, dass diese keine eigene Meinung äußern (so begründet Wagner seinen Rücktritt).

Joachim Löw kann Kritik nicht verstehen

"Ich empfinde es als Kritik gegenüber seinen Kollegen, die auch spielen. Er stellt manche dar, die bei uns schon ewig spielen, die zu den Führungsspielern gehören, als wären sie ausgemachte Vollidioten", sagte der Bundestrainer der "Bild": "Als ob sie nur deswegen bei uns sind, weil sie nicht ihre Meinung sagen."

Zuvor hatte bereit Vereinspräsident Uli Hoeneß den Stürmer des FC Bayern kritisiert. "Das hat mich schon ein bisschen überrascht, so böse hätte er jetzt nicht unbedingt reagieren müssen", sagte Hoeneß bei "Sky". "Er soll jetzt schön in den Urlaub fahren, soll sich gut vorbereiten und seine Zukunft beim FC Bayern sehen."

Mats Hummels kann Sandro Wagner nicht verstehen

Und auch Teamkollege Mats Hummels sowie Bayern-Trainer Jupp Heynckes reagierten auf der Pressekonferenz zum DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (20 Uhr, im AZ-Liveticker) verhalten. "Ob das der richtige Schritt war, muss er für sich entscheiden", erklärte der Weltmeister. "Wenn die Enttäuschung überhand nimmt, dann muss man das verstehen."

Heynckes erklärte: "Ich denke, dass er voreilig emotional reagiert hat. Ich hätte es lieber anders gesehen, aber es ist seine persönliche Entscheidung, und die muss man respektieren." Bundestrainer Löw hatte den 30-Jährigen am Mittwoch überraschend nicht in seinen WM-Kader für die Fußball-WM 2018 in Russland berufen.

Sandro Wagner versteht die Welt nicht mehr

Wagner reagierte gekränkt, wetterte öffentlich gegen den Weltmeister-Coach. "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse", hatte der Bayern-Stürmer erklärt. "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin."

 

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