Rummenigge äußert sich Oldies beim FC Bayern: Was wird aus Robben und Ribéry?

Die Altstars beim FC Bayern: Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

"Beide sind noch gute Spieler, sie können noch Produktives leisten, sie haben die Geschichte dieses Vereins mitgeschrieben", sagt Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge über Arjen Robben und Franck Ribéry. Jupp Heynckes riet, mit dem Duo zu verlängern.

 

München - Der Dienstag war noch mal ein Feiertag für die alten Helden des FC Bayern, für Arjen Robben (34) und Franck Ribéry (35). Beim 5:1-Sieg in der Champions League gegen Benfica Lissabon traf Robben zweimal, Ribéry steuerte ein Tor bei. Und als die Altstars ausgewechselt wurden, gab es Standing Ovations von den Fans. "Ich war nicht so drauf, wie ich sein kann", sagte Robben zu seinen Leistungen in der bisherigen Saison. "Diesmal hatte ich ein gutes Gefühl. Ich versuche, jeden Tag zu genießen." Ribéry nahm bei seiner Auswechslung den kriselnden Trainer Niko Kovac in den Arm. Auch die Oldies hatten dem Coach den Job gerettet. (Lesen Sie dazu auch: Robbens Tor-Comeback - "Große Spieler stehen auf")

Robben und Ribéry: Heynckes riet zur Verlängerung

Beim FC Bayern sind sie trotz aller Kritik weiter glücklich, dass sie Robbéry haben. Das bekräftigt Karl-Heinz Rummenigge. "Ich finde die Entscheidung pro Arjen und Franck nach wie vor richtig. Beide sind noch gute Spieler, sie können noch Produktives leisten", sagte Bayerns Vorstandsboss bei einer Veranstaltung der Tegernseer Bürgerstiftung in Bad Wiessee. "Und es sind Spieler, die die Geschichte dieses Vereins mitgeschrieben haben. Ich muss offen und ehrlich sagen: Der Klub wäre schlecht beraten gewesen, wenn wir nicht mit ihnen verlängert hätten."

Im Frühsommer fiel die Entscheidung der Bosse, doch mit den beiden Flügelstürmern zu verlängern. "Jupp Heynckes hat uns übrigens auch dringend dazu geraten, mit den beiden weiterzumachen, weil sie sowohl im Training als auch im Spiel noch ihre Leistung bringen", erklärte Rummenigge.

Rummenigge: Kein neuer Vertrag aus Dankbarkeit

In dieser Saison agierten die Oldies bislang aber selten überzeugend. Robben war in 15 Partien an sieben Toren direkt beteiligt (fünf Treffer, zwei Vorlagen), Ribéry nur an zwei Toren (ein Treffer, ein Assist). Haben die Bayern zu lange an ihnen festgehalten? Rummenigge widerspricht energisch. "Man darf nicht vergessen, dass wir im April dieses Jahres gegen Real Madrid gespielt haben. Franck Ribéry hat im Halbfinale in Madrid weltklasse gespielt. Wir hatten Real am Rande einer Niederlage, die spanischen Fans haben gezittert", sagte er: "Ich habe mich am Dienstag wahnsinnig für Arjen und Franck gefreut. Arjen hat zwei Tore geschossen, auch Franck hat gut gespielt. Ich fand die Diskussion, die über die beiden geführt wurde, nicht fair, manchmal sogar ein bisschen polemisch."

Man habe den beiden "nicht aus Dankbarkeit einen neuen Vertrag" gegeben, so Rummenigge: "Wir hatten mit den beiden einen Wahnsinnserfolg. Es wäre in der Öffentlichkeit sicher nicht gut angekommen, wenn wir beide in die Rente geschickt hätten im Sommer."

Wohl kein neuer Vertrag für die Bayern-Oldies

Doch wie geht es nun weiter im Kader der Münchner? Nach AZ-Informationen sollen Robben und Ribéry - Stand jetzt - keine neuen Verträge mehr erhalten. "Ob es Transfers im Winter geben wird, kann ich noch nicht seriös beantworten", sagte Rummenigge. "Man muss erstmal abwarten, was noch passiert bis zur Winterpause. Wir hatten viele verletzte Spieler, die jetzt langsam zurückkommen." Grundsätzlich verteidigte der Vorstandsboss Bayerns Transferpolitik. Man habe im Frühjahr durchaus über große Transfers diskutiert, sich am Ende aber doch "nur" für Leon Goretzka, Serge Gnabry und Renato Sanches entschieden.

"Man darf eines nicht vergessen bei der Diskussion um Franck Ribéry und Arjen Robben und wenn es heißt, der Kader ist zu alt: Wir haben wahnsinnig viele Spieler, die weit von der 30 entfernt sind", erklärte Rummenigge: "Niklas Süle in der Abwehr, im Mittelfeld Thiago, Corentin Tolisso, James, Gnabry, Kingsley Coman, Sanches. Das sind alles Spieler, die noch nicht ihren Zenit überschritten haben, sondern Spieler, die Entwicklungspotenzial haben."

Robben und Ribéry sind hingegen am Ende ihrer Karriere – manchmal aber noch gut für große Momente.

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