Rücktritt von Buhrow gefordert Zu späte Unwetterwarnung? So reagiert der WDR auf Kachelmann

Jörg Kachelmann Foto: dpa

Nach der heftigen Kritik des ehemaligen ARD-Wettermanns Jörg Kachelmann: Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) bestreitet, zu spät vor dem heraufziehenden Sturm gewarnt zu haben.

 

Köln - „Der WDR hat am Pfingstmontag ab 6 Uhr morgens durchgehend Unwetterwarnungen und Schlechtwetterprognosen gemeldet“, teilte WDR-Sprecherin Kristina Bausch am Dienstag in Köln mit. „Die Unwetterwarnungen, die WDR-Radios vom Deutschen Wetterdienst vorlagen, haben wir wie üblich in allen Nachrichtensendungen übernommen.“

Der ehemalige ARD-Wettermann Jörg Kachelmann hatte Vorwürfe gegen den Sender erhoben und den Intendanten Tom Buhrow zum Rücktritt aufgefordert. In einem offenen Brief auf seiner Website schrieb Kachelmann, er habe schon morgens um 8.47 Uhr auf Twitter vor „Unwettergedöns im Westen“ gewarnt. Der WDR habe dagegen bis zum Abend praktisch nicht reagiert.

WDR-Sprecherin Bausch wies darauf hin, dass der WDR ab dem Vormittag auch auf seiner Internetseite wdr.de eine Unwetterwarnung gehabt habe. In der Mittagszeit habe es zudem einen Hinweis über Twitter gegeben. Auch im Videotext seien den ganzen Tag über aktualisierte Unwetterwarnungen bereitgestellt worden. „Wie nach jedem Katastrophen- oder Kriseneinsatz werden wir auch in diesem Fall nacharbeiten, was wir künftig gegebenenfalls noch besser machen können.“

 

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