Rückkehr an die Isar Hummels’ Bruderliebe und Sehnsucht nach München

Seit Sommer zurück bei Bayern: Mats Hummels (l.). Sein Bruder Jonas hat mittlerweile seine Karriere beendet. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der Bayern-Star erklärt seine Rückkehr mit privaten Gründen: „Habe viel verpasst“

 

Endlich mal wieder einen Vereinstitel gewinnen, am besten die Champions League, die in seinem Trophäenschrank noch fehlt: So erklärte Mats Hummels in den vergangenen Monaten die Rückkehr zum FC Bayern nach acht Jahren bei Borussia Dortmund.

Doch es waren auch private Gründe, die Hummels zurück in die Heimat brachten. Das verrät der 28-Jährige nun in einem Doppelinterview mit seinem Bruder Jonas (26) im „Stern“.

In seiner Dortmunder Zeit sei es für ihn nicht schön gewesen, die Geburtstage seines Bruders zu verpassen. „Ja, von den acht Geburtstagen, die ich in Dortmund spielte, war ich nur einmal da“, sagt Hummels. „Die anderen Male saß ich traurig zu Hause. Ich hab unglaublich viel verpasst.“

"Krass, ich gehöre nicht mehr richtig dazu!"

Treffen mit seinen Freunden aus München seien in den letzten Jahren seltsam gewesen. „Wenn ich mal da war, hab ich zwei Drittel der Witze nicht verstanden, weil das alles Insider waren. Ich habe mitgelacht, aber eigentlich habe ich gemerkt: Okay, krass, ich gehöre nicht mehr richtig dazu“, erzählt Hummels.

Doch besonders die Trennung von seinem Bruder habe ihm zu schaffen gemacht. Nach dem WM-Sieg 2014 erlitt Jonas, der bei Unterhaching spielte, zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss. „Als ich davon erfuhr, war ich am Boden zerstört“, sagt Hummels. „Cathy wollte direkt heim, damit ich zum Jonas kann. Wir hatten beide immer den Traum, uns mal in einem Pflichtspiel als Kapitäne die Hand zu geben. In dem Moment war mir klar, das wird nichts mehr. Da wird selbst ein WM-Titel ziemlich schnell egal.“

 

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