Rückfall-Gerüchte Michael Schumacher: Ecclestone und Lierhaus in Sorge

Michael Schumacher lag nach einem schweren Ski-Unfall mehrere Monate im Koma. Foto: dpa

Gerüchte, Michael Schumacher habe nach seiner Schädel-Hirnverletzung einen Rückfall erlitten, werden von Sabine Kehm dementiert. Gute Wünsche von Monica Lierhaus. Ecclestone in Sorge.

GENF - Immer wieder diese Gerüchte. Beim im Koma liegenden Ex-Rennfahrer Michael Schumacher sei die Aufwachphase, in der er sich seit Ende Januar befindet, vorläufig abgebrochen worden, schrieb gestern der „Focus“. Doch das Dementi folgte prompt: „Die Aufwachphase wird unverändert durchgeführt“, sagte seine Managerin Sabine Kehm. Und: „Diese Phase kann lange dauern, was zu unserem Bedauern offenbar zu vielen Fehlinterpretationen führt.“

Michael Schumacher war Ende Dezember, wenige Stunden nach seinem schweren Ski-Unfall im französischen Méribel, wegen seiner schweren Schädel-Hirn-Verletzungen notoperiert worden. Anschließend wurde er in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Damit sollte der Energieverbrauch seines Körpers so weit wie möglich reduziert werden, um ihm die Kraft zu geben, seine schweren Verletzungen zu heilen.

Die größten Sorgen bereiteten den Ärzte in der Universitätsklinik von Grenoble Blutungen und Schwellungen im Gehirn. Vor einiger Zeit soll auch noch eine Lungenentzündung hinzugekommen sein, von der sich Schumi aber wohl erholt hat.

Mit der – bei Schumacher Ende Januar eingeleiteten – Aufwachphase sollen die Patienten langsam aus dem Tiefschlaf geweckt werden. Langsam ist dabei wichtig, der Prozess kann Tage, aber auch Wochen dauern. In kleinen Schritten werden die Narkosemittel reduziert. Währenddessen ist bei Schädel-Hirn-Patienten besonders die gründliche Überwachung der Hirnfunktionen wichtig. Denn der Patient kann aus dem künstlichen Koma aufwachen, aber dann auf Grund seiner schweren Verletzungen weiter in einem natürlichen Koma sein.

Beistand hat Michael Schumacher in den letzten Wochen natürlich von seiner Familie erhalten, von Freunden und Ex-Rennfahrer-Kollegen. Jetzt hat er noch eine prominente Unterstützerin bekommen, eine Frau, die zum Thema Koma aus eigener, leidvoller Erfahrung sprechen kann: TV-Moderatorin Monica Lierhaus war vor fünf Jahren für Monate in ein künstliches Koma versetzt worden, als bei einer OP ein Blutgefäß im Gehirn platzte. In einem Interview sagte sie jetzt über Michael Schumacher: „Das finde ich ganz furchtbar. Ich denke seit seinem Unfall sehr oft an ihn und an seine Familie. Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass er vom Schicksal die Chance bekommt, sich zurückzukämpfen.“

In Sorge ist Bernie Ecclestone: "Ich habe Angst vor schlechten Nachrichten. Deshalb frage ich niemanden von Michaels Freunden oder der Familie, wie es ihm wirklich geht“, zitierte die „Bild“-Zeitung (Dienstag) den Geschäftsführer der Motorsport-Königsklasse. Bernie Ecclestone, der Schumacher seit vielen Jahren kennt, „möchte, dass Michael als unser Schumi zurückkommt und nicht als jemand anderer“.

 

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