Rudy und Süle Bayerns Neue: Schwerer München-Start wegen Confed Cup?

Kommen gemeinsam aus Hoffenheim an die Säbener Straße: Sebastian Rudy (l.) und Niklas Süle. Foto: firo/Augenklick

Bisher sind Niklas Süle und Sebastian Rudy die einzigen beiden Bayern-Neuzugänge. Weil die beiden Noch-Hoffenheimer jedoch am Confed Cup teilnehmen, könnte ihnen der Start in München deutlich schwerer fallen.

 

München - Ich gehe mit breiter Brust zu den Bayern und weiß ganz genau, was ich kann und dass ich mich nirgendwo verstecken muss", sagte Sebastian Rudy. "Ich will mich auch in München beweisen. Ich werde es den Skeptikern zeigen, das werden sie schon sehen." Der 27-Jährige ist bereit für die große Herausforderung FC Bayern München. Ähnlich sieht es auch beim zweiten bisher fixen Neuzugang der Münchner, Niklas Süle, aus. Trotz hochkarätiger Konkurrenz in der Innenverteidigung möchte sich der junge Abwehr-Hüne in München durchbeißen.

Doch aller Voraussicht nach werden die beiden Spieler wohl mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen haben. Der Grund: Der straffe Terminplan zwischen den beiden Bundesliga-Saisons. Am 1. Juli starten die Bayern wieder mit dem Training – verzichten muss Trainer Carlo Ancelotti zu diesem Zeitpunkt aber noch auf fünf seiner Spieler. Die beiden angesprochenen Neuzugänge, sowie Joshua Kimmich und Arturo Vidal werden am Confed-Cup teilnehmen, der von 17. Juni bis 2. Juli andauert. Renato Sanches hingegen steht im EM-Aufgebot der portugiesischen U-21-Mannschaft.

Verpassen die Neuen den wichtigen Trainingsstart?

Das Problem: Nach einem Turnier bekommen die Bayern-Spieler drei Wochen Urlaub. Je nachdem, wie weit Deutschland beziehungsweise Chile im Turnier kommen, könnte der Dienstbeginn in München mitten in die Asien-Reise der Bayern fallen. Von 16. bis 28. Juli ist der FCB-Tross in China und Singapur unterwegs – neben Testspielen stehen dann vor allem Marketing-Termine auf dem Programm. Ob Ancelotti den betroffenen Spielern frei gibt oder sie tatsächlich nachreisen müssen, ist aktuell noch nicht klar. Fest steht: Im letzten Jahr mussten die EM-Teilnehmer nicht nachreisen, als die Münchner in den USA unterwegs waren. Simpelste Lösung des Termin-Wirrwarrs: Deutschland und Chile scheiden in der Vorrunde aus – dann endet das Turnier für die Bayern-Spieler vorzeitig und die drei Wochen Urlaub kommen sich nicht mit der Asien-Reise in die Quere.

So oder so: Die ohnehin schon schwierige Eingewöhnungsphase an der Säbener Straße wird durch das Zusammenspiel aus Urlaub, Confed-Cup und Asien-Reise verschärft. Süle und Rudy werden anfangs wohl kaum Zeit haben, sich bei den Bayern zu zeigen und zu "beweisen", wie es Rudy zuletzt sagte. Aussagen der beiden Noch-Hoffenheimer lassen jedoch darauf schließen, dass sie das Confed-Cup-Angebot von Bundestrainer Jogi Löw mit Vergnügen annehmen. Auch wenn darunter womöglich der Beginn ihrer Zeit in München leiden wird.

 

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