Rosenheim Mann transportiert Waffe in Waschbeutel

Ein 30-Jähriger hatte in seinem Waschbeutel eine Waffe versteckt. Foto: Bundespolizei

Unerwarteter Fund: Die Bundespolizei hat Montagnacht in Rosenheim einen Mann nach kurzer Verfolgung festgenommen. Wie sich herausstellte, versteckte er in seinem Gepäck eine Waffe.

 

Rosenheim –  Kurz vor Rosenheim kontrollierten Bundespolizisten im Eurocity aus Italien einen deutschen Staatsangehörigen. Dieser gab an, von Tunesien über Italien nach Deutschland gereist zu sein, nachdem er zuvor seinen Urlaub in Nordafrika verbracht hätte. Allerdings machte der polizeibekannte Deutsche alles andere als einen erholten und entspannten Eindruck. Vielmehr wirkte er während der Kontrolle sehr nervös und aufgeregt.

Laut Polizeicomputer hatte er schon einmal mit Drogen zu tun und war in der Vergangenheit wegen schweren Raubes und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz belangt worden. Da der Kontrollierte erklärte, in Rosenheim ohnehin einen Bekannten besuchen zu wollen, war er mit einer Durchsuchung seines Gepäcks am Rosenheimer Bahnhof einverstanden. Kurz nach Verlassen des Zuges ließ er jedoch seinen Koffer fallen und flüchtete in Richtung Innenstadt.

In der Bahnhofstraße erkannten zwei Unbeteiligte, dass der Mann vor den Beamten davon rannte. Kurz entschlossen stoppten die beiden Passanten den Flüchtigen und hielten ihn fest. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks fanden die Bundespolizisten unter anderem mehrere Ampullen, in welchen sich offenbar Steroide befanden. In einem Waschbeutel stießen sie außerdem auf eine teilweise zerlegte Pistole und ein Magazin mit sieben Patronen.

Der Festgenommene konnte für den Besitz weder der Arzneimittel noch der Waffe eine Erlaubnis vorweisen. Die ohne Genehmigung mitgeführten Gegenstände wurden sichergestellt.

Der gefasste 30-Jährige wird sich voraussichtlich wegen seiner Verstöße gegen das Arzneimittel-, das Anti-Doping- und das Waffengesetz verantworten müssen.

 

0 Kommentare