Robben, Ribéry und Co. Ü30-Party des FC Bayern: "Die Zeit läuft uns davon"

Auch Arjen Robben und Franck Ribéry - "Robbery" - wollen noch eine richtig gute Zeit beim FC Bayern haben. Foto: dpa

Der große Umbruch beim FC Bayern lässt auf sich warten. Noch sind die Münchner auf ihre Ü30-Fraktion angewiesen. Arjen Robben: "Ich weiß zwar, dass das Beste hinter mir ist, aber ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir."

München - Marco Verratti ist 24 und ein Mann mit Zukunft. An dem Mittelfeldspieler von Paris St. Germain hat auch der FC Bayern starkes Interesse, doch Trainer Carlo Ancelotti sieht "keine Chance" auf eine Verpflichtung seines italienischen Landsmannes.

So hofft der Münchner Coach, dass Xabi Alonso seinen Vertrag beim Rekordmeister noch einmal verlängert - der Spanier ist 35. Neben Alonso sind aus dem Münchner Luxus-Kader noch Franck Ribéry, Philipp Lahm (beide 33), Arjen Robben (32), Rafinha (31) und Manuel Neuer (30) älter als 30.

Arturo Vidal (29), Mats Hummels, Javi Martínez, Robert Lewandowski und Jerome Boateng (alle 28) gehören ebenfalls nicht mehr zur jungen Generation. Der große Umbruch lässt trotz der jüngsten Verpflichtungen von Niklas Süle (21) und Sebastian Rudy (26) auf sich warten, noch ist der FC Bayern auf seine Oldies angewiesen.

So war es wenig überraschend, dass die Münchner jüngst die Verträge des kongenialen Duos "Robbéry" um ein weiteres Jahr bis 2018 verlängerten. Auch Kapitän Lahm soll bis dahin weitermachen, ehe er beim FC Bayern die Funktionärslaufbahn einschlagen wird. Es gebe nicht so viele rechte Verteidiger "mit diesem Potenzial", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erst am Freitag der Fußball Bild.

Auch Douglas Costa und Kingsley Coman blieben den Beweis bislang schuldig, Ribéry und Robben beim Rekordmeister dauerhaft ersetzen zu können. Für Routinier Robben spielt das Alter jedoch keine Rolle. "Man ist immer so alt oder jung, wie man sich fühlt", sagte der Niederländer. Er wisse zwar, "dass das Beste hinter mir ist, aber ich habe noch ein paar gute Jahre vor mir".

Der Druck auf die Ü30-Fraktion der Bayern wird aber immer größer, will sie sich noch einmal den Traum vom Sieg in der Champions League erfüllen. Das wäre "Ziel und Reiz", das wäre "schon noch mal was Schönes", betonte Robben vor dem Bundesliga-Auftakt am Freitagabend beim SC Freiburg.

Ihm bleiben in München bei normalem Verlauf noch zwei Chancen. Gleiches gilt für Lahm. Auch bei ihm ist die Sehnsucht nach dem Henkelpott entsprechend groß. "Die Zeit läuft uns davon, so viele Möglichkeiten bleiben nicht mehr", sagte der Weltmeister erst im Trainingslager in Katar stellvertretend für die stattliche "Seniorengruppe" bei den Münchnern.

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Ob Routinier Alonso noch ein Jahr anhängt, ist derweil offen. Angeblich hat der Spanier dem Verein schon sein Karriereende im Sommer angekündigt, was Robben bedauern würde. "Ich hoffe, er macht weiter", sagte er. "Er ist sehr wichtig für uns", fügte Trainer Ancelotti an.

Zwar hatte Lahm zuletzt festgestellt, dass "einige Spieler in einem Alter sind, wo man nicht mehr lange auf diesem Niveau Fußball spielen kann". Deswegen werde irgendwann "ganz klar ein Umbruch anstehen". Doch der muss noch ein bisschen warten.

 

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