Riskanter Knotenpunkt an der Arnulfstraße Diese Stelle soll für Radler sicherer werden

Mit der Markierung ist es hier zumindest etwas sicherer – ausreichen tut das aber nicht. Foto: Petra Martin

Die Kreuzung zwischen Arnulfstraße und Donnersbergerbrücke ist besonders für Radler gefährlich. Die ÖDP will hier Verbesserungen.

 

Neuhausen - Wer hin und wieder im Feierabendverkehr schon mal über die Donnersbergerbrücke radelt, der kennt das ungute Gefühl, das sich schon im Vorhinein einstellt. Zuerst muss man sich auf der Brücke über den gemeinsamen Fuß- und Radweg klingeln und schlängeln, und dann kommt auch noch die Kreuzung an der Arnulfstraße.

Wenn die Ampel hier auf Grün springt, dann wenden sich viele Radler erstmal mit erhöhter Herzfrequenz nach links, wo die Abbieger auch grade ihr Grünlicht bekommen haben. Tonnenschwere LKW und Fernbusse rollen dann los und irgendwie ist sich der Radler nie so ganz sicher, ob er hier gesehen wird.

Die Problemstelle ist ein wichtiger Knotenpunkt im Münchner Verkehrsnetz. Als besonders gefährdend gelten hier die zweispurige Abbiegemöglichkeit auf der Autostraße und die vorgeschaltete Grünphase für Abbieger. Das wurde bei einer Begehung im Jahr 2015 festgestellt.

Damals fand die gefährliche Kreuzung größere Beachtung, nachdem es zu einem tragischen Unfall gekommen war, der eine Radlerin das Leben kostete. Daraufhin wurde die Radlspur rot markiert und die Stadt brachte gelb blinkende Warnlichter an. So wurde die Sicherheit zumindest etwas verbessert. Gefährlich ist die Stelle trotzdem noch.

In einem Antrag an den Stadtrat fordert die ÖDP daher weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Dies könne, so heißt es im Antrag, beispielsweise durch getrennte Ampelschaltung für Radfahrer beziehungsweise Fußgänger und motorisierten Individualverkehr erreicht werden, durch die Reduzierung auf eine Abbiegerspur und auch durch spezielle Spiegel, die die Sicht auf den Kreuzungsbereich verbessern.

Zudem legt die ÖDP nahe, die rechtliche Situation zu überprüfen und festzustellen ob diese bauliche Situation überhaupt den Standards entspricht. Auf keinen Fall dürfe die Grünphase für Radler verkürzt werden.

In Antrag erwähnt die ÖDP in dem Zusammenhang auch die geschilderte Version auf dem Radweg auf der Brücke – eigentlich wäre der wohl wirklich breit genug für getrennt geführte Spuren. Damit wäre sowohl Fußgängern als auch Radlern gedient.

 

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