Retter auf vier Beinen Johanniter München: Rottweiler Leila ist das neueste Mitglied

Andreas Zahradnik aus Trudering und Rottweiler-Dame Leila sind das neueste Rettungshundeteam der Johanniter in München. Foto: Johanniter / Gerhard Bieber

Exotischer Neuzugang bei den Johannitern. Hündin Leila hat ihre Prüfung als Rettungshund bestanden. Als Rottweiler ist die sechsjährige Hündin eine echte Ausnahme in München.

 

München - Vierbeiniger Zugang bei den Johannitern: Hündin Leila hat ihre mehrjährige Ausbildung zur Rettungshündin erfolgreich bestanden. Der sechsjährige Rottweiler ist allerdings keine gewöhnliche Rettungshündin, sondern eine echte Exotin. Rottweiler sind auf Grund ihres Rufs als Rettungshunde sehr selten.

Andreas Zahradnik, ihr Hundeführer, erklärt: "Leila hat in ihrer mehrjährigen Ausbildung und bei der Prüfung am 5. November ihr ausgezeichnetes Sozialverhalten gegenüber Menschen und anderen Hunden bewiesen. Dies und die gute Motivierbarkeit sind gute Voraussetzungen für die Rettungshundearbeit."

Zweitägige Prüfung für Hund und Hundeführer

Beide, Zahradnik und Leila, wurden am vergangenen Wochenende zusammen mit 22 weiteren Rettungshunde-Teams aus ganz Deutschland zwei Tage lange durch die Johanniter im mittelfränkischen Kammerstein geprüft – 13 haben die anspruchsvolle Prüfung bestanden.

Neben Zarhradnik und Leila und auch die Münchner Staffelleiterin Bea von Gneisenau, die mit ihrer Riesenschnauzerdame Maxi erfolgreich zur alle anderthalb Jahre vorgeschriebenen Nachprüfung antrat. Neben einem Theorietest müssen die Teams auch in der Praxis zeigen, was sie können. Beim sogenannten Verweistest mussten die Hunde dabei ihren Hundeführern einen gefundenen Menschen anzeigen. 

Vier Einsätze in München im letzten Monat

Beim Gehorsamkeitstest kam es auf das gute Zusammenspiel der Teams an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt, auf Befehl stehen bleibt oder auch entspannt in einiger Entfernung zum Hundeführer liegen bleibt. Nach Bestehen dieser beiden Teilprüfungen stand für die Flächensuchhunde die Suche in einem gut 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände auf dem Heidenberg an: Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, ein oder zwei Vermisste zu finden. Nach dem Auffinden durch den Hund war die Aufgabe des Hundeführers die schnelle und korrekte Erstversorgung der Person. Denn alle Rettungshundeführer der Johanniter sind auch ausgebildete Sanitäter.

Die Rettungshundestaffel der Johanniter in München hat derzeit sechs geprüfte Teams, alle arbeiten ehrenamtlich. Im vergangenen Monat wurden die Hunde insgesamt vier Mal zu Sucheinsätzen gerufen.

 

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