Rentner in Lebensgefahr A99: Betrunkener Raser schießt Kleinwagen ab

Auf der A99 hat ein betrunkener Raser ohne Führerschein einen Rentner lebensgefährlich verletzt. Foto: Th. Gaulke

Ein betrunkener Raser hat einen Rentner am Sonntagmorgen auf der A99 lebensgefährlich verletzt. Der Unfallverursacher war mit hoher Geschwindigkeit auf einen Kleinwagen aufgefahren.

 

Dachau – Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 7:35 Uhr auf der A99 in Fahrtrichtung Salzburg auf der rechten Fahrspur in Höhe der Anschlussstelle Neuherberg.

Ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Dilligen war mit seinem silbergrauen VW Passat auf einen roten Opel Kleinwagen aufgefahren. Die Geschwindigkeit war beim Aufprall so hoch, dass das Heck des Opels regelrecht zerfetzt wurde. Die Hinterachse brach, die Reifen wurden über die Fahrbahn geschleudert. Der Passat des Unfallverursachers kam trotz abgerissenem rechtem Vorderreifen erst rund 250 Meter hinter der Unfallstelle zum Stehen.

Als die Polizei eintraf, fehlte vom Unfallverursacher zunächst jede Spur: er war zu Fuß geflüchtet. Die Beamten konnten ihn jedoch in der Nähe der Unfallstelle aufgreifen und verhaften. Wie sich dabei herausstellte, war er nicht nur stark alkoholisiert, sondern besaß gar keinen Führerschein.

Der 78-jährige Fahrer des Kleinwagens erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen und ringt derzeit im Krankenhaus um sein Leben. Er war vom Landratsamt aus gesundheitlichen Gründen von der Gurtpflicht befreit worden und daher unangeschnallt unterwegs. Bei dem Aufprall wurde er aus dem Sitz gerissen und nach hinten durch die Heckscheibe geschleudert. Sein Beifahrer (63) liegt ebenfalls in einer Klinik, er wurde schwer verletzt.

In Folge des Unfalls waren rund vier Stunden lang zwei Spuren der A99 gesperrt. Erst gegen Mittag konnte die Autobahn wieder komplett freigegeben werden.

 

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