Renault Zoé Z.E. - das smarte Stromer

Typisch Renault - mit einen dicken Portion Windschlüpfigkeit: Der Zoé soll die Akzeptanz von Elektroautos verbessern. Foto: Renault

E-Mobile können echt Spaß machen. Das beweist Renault mit dem neuen Zoé Z.E. Die AZ hat eine Testfahrt unternommen.

Köln - Kein anderer Hersteller treibt die Elektromobilität so konsequent voran wie Renault. Das ist mutig, denn 2012 sind in Deutschland weniger als 3000 Elektroautos neu zugelassen worden. Schade eigentlich, denn dass Fahren mit Strom richtig Spaß machen kann, beweist Renault mit dem neuen Zoé Z.E. Kraftvoll und leise zischt er davon, wobei bis 30 km/h ein künstliches Motorgeräusch erzeugt wird, damit Fußgänger und Radfahrer das Auto wahrnehmen.

Doch die sonst lautlose, überaus harmonische Kraftentfaltung des 88 PS-Motors, der den 1,5 Tonnen schweren Kleinwagen in nur vier Sekunden auf 50 km/h beschleunigt (Spitze 135 km/h), ist nur eine Seite der Medaille. Die wichtigere Seite ist, dass Renault entscheidende Fortschritte bei Reichweite und Ladedauer erzielt hat. Nach unserer ersten 76 km-Testrunde reichte eine gute halbe Stunde aus, um die Akkus wieder randvoll aufzupumpen. Der Strom kam aus einer Schnellladestation mit 22 kW Leistung.

Noch schneller geht es an Stationen mit 43 kW-Ladestrom. Am heimischen 230-Volt-Netz regeneriert der Akku über Nacht. Das unterschiedliche Ladetempo ermöglicht ein integrierter, so genannter Chameleon-Charger, eines von 60 Patenten, die Renault für den Zoé angemeldet hat. Extra von Michelin entwickelte Leichtlaufreifen mit extrem niedrigen Rollwiderstand, eine flexible Bremse, die hilft, möglichst viel Energie zurück zu gewinnen und eine Wärmepumpe, die eine energiesparende Klimatisierung des Innenraums ermöglicht, sorgen dafür, dass die Reichweite auch unter ungünstigen Bedingungen relativ hoch bleibt.

Theoretisch sind bis zu 210 Kilometer drin, doch Renault bleibt ehrlich und spricht von 100 bis 150 km, mit denen der Fahrer immer rechnen kann. Bei unserer Testfahrt wären wir gut 160 km weit gekommen. Alle drei Ausführungen des Zoé (Life, Intens und Zen) sind mit Klimaautomatik, Tempopilot und dem Renault Kommunikationssystem R-Link inklusive Navigation ausgestattet. Es ist kinderleicht über Apps bedien- und auch über ein Smartphone fernsteuerbar.

Zu haben ist der Zoé ab 21700 Euro inklusive Gutschein für eine Ladestation für die eigene Garage. Was fehlt in diesem Paket, sind die Akkus, die Renault grundsätzlich nur verleast (je nach Jahreskilometerleistung ab 79 Euro pro Monat). Damit verbunden ist ein Rund-um-die-Uhr Pannenservice, der auch hilft, wenn die Akkus leer sind. Ein wenig gespart hat Renault bei der Rückbank (nur komplett umklappbar) und den Sitzen (nicht höhenverstellbar).

Doch der Zoé fährt sich prima, er federt trotz hohem Gewicht und Leichtlaufreifen komfortabel und er bietet vier Insassen ausreichend Platz (Kofferraum: 338 l). Kein Zweifel: Mit dem Zoé rückt die von Erdöl unabhängige Mobilität ein ganzes Stück näher.

 

0 Kommentare