Reiter contra Schmid Rathausspitze zofft sich über MVV-Tariferhöhung

Schimpft auf den Kollegen: Oberbürgermeister Dieter Reiter (l). Schmid will sich das nicht gefallen lassen. Foto: dpa/AZ

OB Dieter Reiter (SPD) rüffelt seinen Stellvertreter Josef Schmid (CSU) in Sachen Tariferhöhung beim MVV. Der holt irritiert zum Gegenschlag aus.

München – Kaum ist Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aus seinem Sommerurlaub zurück, gibt es schon wieder Knatsch an der Rathausspitze. Anlass sind die anstehenden Gespräche über eine Tariferhöhung im MVV-Gebiet. Sowohl der OB als auch sein Stellvertreter Josef Schmid (CSU) setzen sich da für eine Nullrunde ein.

In einer Mitteilung an Schmid schreibt Reiter nun aber in nickeligem Ton, er könne sich nicht erinnern, dass Schmid seine öffentlich vorgebrachte Forderung bislang auch in den entsprechenden Gesprächsrunden eingebracht hätte.

Der so Gescholtene zeigte sich gestern schwer irritiert. Selbstverständlich habe er in den Gesprächen mit den betroffenen Landräten, dem Innenministerium und der Münchner Verkehrsgesellschaft seine Forderung nach einer Nullrunde eingebracht und bekräftigt. "Teilweise war der Oberbürgermeister sogar selbst dabei", so Schmid. Ob es sich da also um eine leichte Urlaubs-Amnesie handelt? Vielleicht wollte Reiter auch einfach gleich zum Einstand das Kräfteverhältnis wieder zurechtrücken.

 

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