Reifen-Skandal Mercedes wehrt sich: "Strafe ist heftig"

Nachdem der Formel-1-Rennstall in der Reifenaffäre nur verwarnt ist, wehrt sich Teamchef Ross Brawngegen die Kritik.

 

London - Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat die Kritik am Urteil des Weltverbands FIA wegen des unerlaubten Reifentests zurückgewiesen. „Die Strafe ist ziemlich heftig“, sagte der Brite dem Fachmagazin „Autosport“ (Dienstag). Das Internationale Tribunal der FIA hatte Mercedes wegen des dreitägigen Privattests mit Reifenhersteller Pirelli verwarnt und vom Nachwuchsfahrer-Test Mitte Juli ausgeschlossen. Konkurrenten wie Red Bull und Ferrari hatten das Urteil als viel zu milde bezeichnet.

„Ich denke, dass wir einen deutlich spürbaren Verlust haben“, konterte Brawn. Das Teilnahme-Verbot für die Proberunden mit Nachwuchspiloten in Silverstone treffe Mercedes empfindlich. Der Rennstall habe ein umfangreiches technisches Entwicklungsprogramm für die drei Tage geplant. „Wir schauen jetzt intern, wie wir den Verlust dieses Programms aufholen können. Und ich bin nicht sicher, dass wir das schaffen“, erklärte Brawn. Die drei Pirelli-Testtage in Barcelona mit den Stammpiloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton seien damit nicht vergleichbar. Dort habe man lediglich Reifen für den italienischen Lieferanten ausprobiert. Es sei daher nicht richtig, dass die Konkurrenz bei ihrer Kritik am Urteil den Wert der Nachwuchstests herunterspiele, meinte Brawn.

 

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