Regionalliga-Gegner abgefertigt Alle feiern - doch Daniel Bierofka gibt den Mahner

Feiern, schön und gut, doch Bierofka will das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach dem Kantersieg gegen den FV Illertissen bricht im Grünwalder Stadion eine regelrechte Ekstase aus. Doch einer bremst die Euphorie beim TSV 1860: Trainer Daniel Bierofka. Der Löwen-Coach erklärt auch, warum er nicht mit den Fans in der Kurve feiert.

 

München - "Wir wussten, dass wir mit Demut rangehen müssen." Daniel Bierofka sprach nach dem Sieg des TSV 1860 gegen den FV Illertissen mit rauer Stimme. Der Löwen-Coach hatte sich an der Seitenlinie aufgerieben. 90 Minuten Sechzig sind für den 38-Jährigen eineinhalb Stunden Schwerstarbeit in der Coaching Zone.

Bierofka bremst Euphorie

Und während seine Mannschaft nach dem furiosen, weil fulminant dominanten 5:0 ihre Ehrenrunde drehte, blieb der Boss sachlich und nüchtern. Bierofka weiß: Bis zur möglichen Meisterschaft ist es noch ein langer Weg. Der 1. FC Schweinfurt 05 – im fränkischen Derby bei der SpV Bayreuth – und der FC Bayern II – gegen Aufsteiger FC Pipinsried – können am Wochenende nachlegen.

Sie gilt es hinter sich zu lassen, wollen die Löwen Mitte Mai die Meisterschaft feiern. Und anschließend die Aufstiegsrelegation gegen einen Vertreter der Regionalliga Südwest spielen. So mahnte Bierofka nach dem furiosen Auftritt, wo er nur mahnen konnte.

1860-Coach in strengem Tonfall

"Freitag können sie sich freuen, Samstag können sie sich freuen, Sonntag gibt es aber die nächste Teamsitzung und dann werde ich erzählen, was mir nicht gepasst hat", sagte er in strengem Tonfall. Biero, wie ihn die Fans rufen, wurde auch darauf angesprochen, ob er damit einverstanden sei, wenn seine euphorisierte Truppe immer zu den Fans auf den Zaun steige.

Anfang der Saison hatte er erklärt, dass das nicht jedes Mal sein müsse. "Es ist nur höflich, auf den Zaun zu gehen. Wir brauchen den Schulterschluss. Ich gehe aber nicht in die Kurve, ich will, dass die Fans die Spieler feiern", meinte er diesmal. "Mein Job ist vor und nach dem Spiel." Ergo: Es schickt sich nicht, den Spielern die Show zu stehlen. Das spricht für ihn. "Ich gehe immer direkt in die Kabine, weil ich fix und fertig bin", erzählte er. Es war seiner Stimme anzuhören.

 

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