Regatta des Yacht-Clubs Tegernsee: Boote kentern im Sturm - Kinder in Seenot

Dramatische Rettung am Tegernsee: Helfer nehmen einen der Segler ... Foto: Wasserwacht

Eine Kinder-Regatta endet im Unwetter. Die jungen Segler zwischen acht und 14 Jahren treiben hilflos im eiskalten Wasser

 

TEGERNSEE - Dunkle Wolken ziehen auf – dann geht alles blitzschnell: Heftige Sturmböen peitschen über das Wasser. Mittendrin knapp 50 Kinder, die an der Regatta des Yacht-Clubs am Tegernsee teilnehmen. Etliche Boote kentern.

Beim „Opti B Cup“ segeln die Jüngsten des Clubs. Die Kinder sind zwischen acht und 14 Jahre alt. 46 haben sich zur Regatta gemeldet. In ihren kleinen Booten kreuzen sie auf dem See. Kurz nach 12 Uhr gibt die Leitstelle Sturmwarnung. Die Rottacher Wasserwachtler schlagen Alarm. Der Veranstalter bricht den Wettbewerb ab. Doch für einige Segler kommt die Entscheidung zu spät.

Sie schaffen es nicht mehr ans Ufer. „Die Kinder und Jugendlichen waren mitten im See verstreut“, erzählt Jan Zangenfeind, Vize-Chef der Rottacher Wasserwacht. Starker Wind reißt etliche Boote um. Einige der Segler landen im Wasser.

„Es war dramatisch“, sagt Zangenfeind. „Weil die Boote teilweise umgekippt im Wasser lagen, war unklar, wer schon gerettet wurde.“ Rund eine Stunde dauert der Einsatz. 35 Mann der Wasserwachten Bad Wiessee und Rottach-Egern sowie die DLRG Gmund und Tegernsee bringen die Segler an Land.

Am Yacht-Club-Haus in Tegernsee warten bereits die Eltern. Keiner der Regattateilnehmer wird ernsthaft verletzt. Manche erleiden Unterkühlungen – kein Wunder, der Tegernsee hat derzeit gerade mal 10,3 Grad.

 

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