Rede gegen Rassismus "John Boyega, du bist unser Held"

John Boyega bei einem Auftritt in Hollywood Foto: Silvia Elizabeth Pangaro/Shutterstock.com

John Boyega hat in London auf einer Demonstration eine emotionale Rede gehalten. Anschließend wurde der "Star Wars"-Schauspieler als "Held" gefeiert.

 

"Star Wars"-Schauspieler John Boyega (28) hat sich Protesten im Londoner Hyde Park angeschlossen, um seine Unterstützung für die "Black Lives Matter"-Bewegung zu demonstrieren. Dabei hielt er eine emotionale Rede. "Schwarze Leben haben immer gezählt. Wir waren immer wichtig. Wir haben immer etwas bedeutet", sagte Boyega, wie der "Evening Standard" zeigt. "Wir haben es trotz allem immer geschafft. Und jetzt ist die Zeit gekommen. Ich warte nicht."

Boyega soll den Demonstranten zudem gesagt haben, dass er "von Herzen" zu ihnen rede. Der britische Schauspieler sprach demnach auch darüber, wie "schmerzhaft" es sei, Diskriminierung zu erfahren. Er forderte die Fans dabei auf, friedlich zu bleiben: "Sie wollen, dass wir es vermasseln, sie wollen, dass wir unorganisiert sind", sagte Boyega: "Aber nicht heute!"

"John Boyega, du bist unser Held"

Boyega soll auf der Demo Medienberichten zufolge zudem gesagt haben: "Schaut, ich weiß nicht, ob ich nach dem noch eine Karriere haben werde, aber das ist egal." Und er fügte hinzu: "Heute geht es um unschuldige Menschen, die sich in der Mitte ihres Lebens befanden. Wir wissen nicht, was George Floyd hätte erreichen können, wir wissen nicht, was Sandra Bland hätte erreichen können." Aber heute werde sichergestellt, so Boyega, dass sich die Jugend eine derartige Frage nie stellen müsse.

Nach der Rede des Schauspielers wurde auf dem offiziellen "Star Wars"-Twitter-Account ein Statement veröffentlicht. Darin heißt es, Lucasfilm stehe hinter Boyega und seiner Botschaft: "John Boyega, du bist unser Held." Der 28-Jährige spielte in der letzten "Star Wars"-Trilogie mit "Finn" eine der Hauptfiguren.

Demos wie die, an der Boyega teilnahm, finden inzwischen weltweit statt, um gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu protestieren. Die Proteste begannen in den USA nach dem Tod von George Floyd, der in Minneapolis starb, nachdem ein weißer Polizist sein Knie mehrere Minuten lang auf dessen Hals drückte.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading