"Red Tube"-Porno-Streaming Nach Massen-Abmahnung: Betroffener Anwalt bleibt gelassen

Ein Regensburger Anwalt hatte mehr als 10 000 Abmahnungen wegen illegalem Sex-Video-Streaming versandt - jetzt steht der Anwalt selbst einer Masse von Strafanzeigen gegenüber.

 

Regensburg  – Nach den Massenabmahnungen wegen des Abrufs von Sexvideos im Internet sieht der betroffene Anwalt den Strafanzeigen gegen sich gelassen entgegen. Sie seien juristischer Unfug, sagte der Regensburger Rechtsanwalt Thomas Urmann am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk. Urmann hatte im Auftrag eines Mandanten mehr als 10 000 Abmahnungen versandt.

Die Betroffenen sollen angeblich urheberrechtlich geschützte Sexfilme auf der Seite Redtube.com abgerufen haben. Sie wurden aufgefordert, 250 Euro zu bezahlen und seine Unterlassung-Erklärung zu unterschreiben. Zahlreiche abgemahnte User waren in die Offensive gegangen und hatten Strafanzeige wegen besonders schwerer Erpressung und besonders schweren Betrugs gestellt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg prüft derzeit, ob ein Anfangsverdacht gegen Urmann vorliegt.

Das Bundesjustizministerium hält das reine Betrachten eines Videostreams nicht für eine Urheberrechtsverletzung.

 

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