Red Bull baut, FC Bayern mietet Mateschitz bestätigt: 100-Millionen-Halle wird gebaut

, aktualisiert am 15.01.2017 - 12:38 Uhr
Uli Hoeneß hat das Projekt entscheiden vorangetrieben: Nun baut Red Bull die Mehrzweckhalle. Foto: dpa

Jetzt steht es also fest: Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz macht gemeinsame Sache mit dem FC Bayern: Red Bull baut die Halle und Bayern wird Mieter. Vor allem Uli Hoeneß habe das Projekt angeschoben, verrät Mateschitz.

München - In der Bundesliga sind der FC Bayern und RB Leipzig Konkurrenten, beim Bau einer neuen Halle in München machen der deutsche Rekordmeister und Red-Bull-Eigner Dietrich Mateschitz künftig trotzdem gemeinsame Sache.

Schon seit einiger Zeit gibt es Pläne für den Bau einer Mehrzweckhalle in München, die von den Eishockeyspielern des EHC Red Bull München und den Bayern-Basketballern genutzt werden kann

Wie Mateschitz in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten" bestätigte, wird sein Konzern das zwischenzeitlich totgesagte Projekt nicht zuletzt auf Betreiben des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß nun vorantreiben.

Red Bull werde auf dem Gelände des ehemaligen Radstadions am Rande des Olympiaparks eine Halle für Eishockey und Basketball bauen, kündigte Mateschitz an.

Projekt lag während Hoenß' Haftstrafe auf Eis

"Wir werden die Halle mit 10 000 Plätzen um rund 100 Millionen Euro vorfinanzieren", sagte der 72 Jahre alte Mateschitz, der als Gründer des österreichischen Brause-Konzerns Red Bull zum Milliardär geworden ist. "Refinanzieren wollen wir die Halle durch Mieteinnahmen von EC Red Bull München, die Basketballer von Bayern München und die Stadt. München ist ambitioniert. Eine Eröffnung haben wir uns für 2019 vorgenommen", sagte der Österreicher.

Ein derartiges Gemeinschaftsprojekt war schon vor Jahren einmal Thema in München. Es stand aber nicht mehr auf der Agenda, als der Basketballförderer Hoeneß 2014 wegen Steuerhinterziehung angeklagt und beim Prozess zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

Hoeneß war der Motor

Der 65 Jahre alte Hoeneß ist nach seiner Haftentlassung im vergangenen November wieder zum Präsidenten des FC Bayern gewählt worden. Jetzt sei Hoeneß "wieder der Motor des ganzen Projekts", erklärte Mateschitz.

Der Milliardär finanziert den deutschen Eishockey-Meister EHC München. Er ist aber im Fußball als Geldgeber von RB Leipzig auch ein Gegenspieler von Hoeneß. Der Aufsteiger aus Sachsen ist nach einer bislang sensationellen Premierensaison in der Bundesliga als Tabellenzweiter erster Jäger des Spitzenreiters FC Bayern.

Fix! Bayern verpflichtet Süle und Rudy

Die Basketballer des FC Bayern spielen aktuell im Audi Dome, der ein Fassungsvermögen von 6700 Zuschauern hat. Etwas mehr als 6000 Fans können die Eishockey-Partien der EHC-Cracks im alten Eisstadion im Olympiapark verfolgen. Hoeneß hatte unlängst berichtet, dass er Mateschitz schon vor seiner Haft "zweimal wegen der Basketballhalle" besucht hatte.

Der Red-Bull-Chef habe ihm "einen sehr netten Brief" geschrieben, als er im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis gekommen sei, erzählte Hoeneß. In diesem habe Mateschitz aufs Neue seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Und den Ball habe ich aufgenommen", sagte Hoeneß. Das Hallenprojekt scheint nun gestartet.

 

11 Kommentare