Zoff bei der CSU Ärger um Scheuer, rechte Parolen und Scharfmacher

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer spricht beim CSU-Parteitag. Foto: Christian Charisius/dpa

Gewaltiger Ärger in der CSU: Ein niederbayerischer Ortsverband hat Generalsekretär Scheuer als "Rechten Scharfmacher" scharf kritisiert. Jetzt soll es eine Aussprache gegeben.

Viechtach - Das Schreiben schießt direkt gegen den CSU-Parteivorstand: Der Orstverband Viechtach beschwerte sich in einem Positionspapier bei Horst Seehofer über rechte Parolen, Populismus in der Partei und ständigen Parteienzwist.

CSU-Generalsekretär Scheuer als abschreckendes Beispiel

Dabei nannte der Ortsverband ausdrücklich CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer - der auch gleichzeitig Bezirksvorsitzender der CSU in Niederbayern ist - als "abschreckendes Beispiel" für seine Wortwahl in der Flüchtlingspolitik.

Scheuer hatte zuvor unter anderem mit seinem Satz zur Diskussion um die Abschiebepraxis von Flüchtlingen für einen Aufschreib gesorgt: "Entschuldigen Sie die Sprache: Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist. Weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling", sagte er im September.

Das Treffen soll Mitte Dezember sein

Kurz nach Bekanntwerden des Positionspapiers wandte sich Scheuer direkt an den Viechtacher Ortsvorsitzenden. Er habe bei ihm angerufen und um ein internes klärendes Gespräch gebeten, sagte der Viechtacher CSU-Ortsvorsitzende Alois Pinzl dem BR. Der Termin dafür ist für Mitte Dezember geplant.

"Wir sind in der Sache nicht weit auseinander - aber in der Wortwahl", sagte Pinzl. Er könne Populismus bei solch sensiblen Themen nicht leiden. "Das ist absolut unangebracht."

 

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