Reaktionen zum Sieg gegen Wolfsburg Dortmunder Festtage: BVB zum sechsten Mal im Pokal-Finale

"Finale!" steht auf den Shirts der jubelnden BVB-Spieler. Borussia Dortmund feiert die sechste Endspiel-Teilnahme im DFB-Pokal. Foto: firo/augenklick

Borussia Dortmund hat seine Fußball-Festwoche mit dem Einzug ins Endspiel des DFB-Pokals gekrönt. Und darf jetzt auf das Traumfinale gegen den FC Bayern hoffen.

 

Dortmund - Der deutsche Vizemeister gewann nach den spektakulären Vorstellungen gegen Real Madrid (2:0) und bei Bayern München (3:0) das Halbfinal-Duell mit dem VfL Wolfsburg verdient mit 2:0 (2:0) und wahrte damit die letzte Chance auf einen Titel. Somit winkt am 17. Mai in Berlin das Traumfinale sowie die Neuauflage des Endspiels von 2012 gegen Cupverteidiger Bayern München, der am Mittwochabend den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern empfängt.

"Ich rechne eher mit den Bayern. Sollte der FCK das gewinnen, dann sollten wir ihnen freiwillig den Pokal überlassen", sagte Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels schmunzelnd in der ARD. Sein Trainer Jürgen Klopp entgegnete: "Die sind als Aufsteiger deutscher Meister geworden, also können die auch bei den Bayern gewinnen."

Der dreimaligen Pokalsieger aus Dortmund, der im laufenden Wettbewerb weiter ohne Gegentor blieb, ist es nach den Treffern von Henrich Mchitarjan (12.) und Robert Lewandowski (43.) die insgesamt sechste Finalteilnahme der Klubgeschichte. Die Hoffnungen der Niedersachsen von dem zweiten Final-Auftritt nach 1995 hatten sich schon vor der Halbzeitpause auf ein Minimum reduziert. "Das ist schade! Die Mannschaft hat mehr verdient und gut gespielt. Man sieht, uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, das haben uns die Dortmunder voraus gehabt", sagte Wolfburgs Manager Klaus Allofs bei Sky.

Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl wusste den Sieg derweil richtig einzuschätzen: "Wir freuen uns riesig. Das war ein hartes Stück Arbeit, phasenweise hatten wir ziemlichen Dusel." In der mit 80.200 Zuschauern ausverkauften Arena herrschte Party-Stimmung. Die Nachricht von Stadionsprecher Norbert Dickel von der Vertragsverlängerung des dauerverletzten Ilkay Gündogan bis 2016 sorgte schon vor dem Anpfiff für den ersten ohrenbetäubenden Jubel der BVB-Fans.

Der nächste folgten wenig später nach dem 1:0 von Mchitarjan, der sträflich ungehindert flach von der Strafraumgrenze einschoss. Wolfsburg versteckte sich wie beim Bundesliga-Gastspiel zehn Tage zuvor (1:2) keineswegs in der Defensive, ließ aber im Angriff allzu oft die letzte Konsequenz vermissen. Die erste große Möglichkeit besaß Kevin de Bruyne, der jedoch an BVB-Keeper Roman Weidenfeller scheiterte (21.). Der Führungstreffer spielte den Borussen nach den zuletzt kraftraubenden Auftritten in die Karten. Mit ihrem schnellen Umschaltspiel sorgten sie bei Ballgewinnen in der eigenen Hälfte mit ihren Kontern stets für Torgefahr. Junior Malanda hatte mit einem Kopfball an den Pfosten die große Chance zum Ausgleich (42.), doch fast im Gegenzug erzielte Lewandowski auf Vorlage von Reus sein 100. Pflichtspieltor für den BVB. Reus war somit an 12 der 13 letzten Pflichtspieltore des BVB beteiligt.

Die Borussia hatte ihre derzeit stärkste Besetzung aufgeboten. Klopp hatte lediglich Winterzugang Milos Jojic für Nuri Sahin auf der Position vor der Vierer-Abwehrkette nominiert. Auch Klopps Kollege Dieter Hecking schickte bis auf den gelbgesperrten Ricardo Rodriguez das beste Team auf den Rasen des Signal Iduna Parks. Dort erhöhte sich der Lärmpegel nach dem Wechsel mit jeder Minute. Wolfsburg bemühte sich um den Anschlusstreffer, eröffnete den Borussen jedoch noch mehr Räume für Konter.

Die spielten die Gastgeber allerdings nicht konsequent zu Ende und verpassten somit eine frühe Vorentscheidung. Lewandowski scheiterte am Pfosten (49.) und bekam einen Treffer wegen Abseitsstellung aberkannt (54.). Auf der Gegenseite schoss der später verletzt ausgewechselte Malanda aus kurzer Distanz freistehend drüber (75.), Luiz Gustavo traf den Pfosten (81.). Reus und Mchitarjan waren die herausragenden Akteure in des BVB, der zum Abschluss der fünften englischen Woche die letzten Kräfte mobilisierte. Bei den Wolfsburgern gefielen besonders die beiden Belgier de Bruyne und Junior Malanda.

 

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