Reaktionen nach Zwangsabstieg Löwen-Ikone: "Ich bin tieftraurig, fix und fertig"

Was Löwen-Ikonen zum Absturz der Sechziger sagen - auch Meisterlöwe Bernd Patzke zeigt sich geschockt. Foto: dpa/Andreas Gebert/sampics/Augenklick

Was Löwen-Ikonen zum Absturz der Sechzger sagen. Die AZ hat Reaktionen gesammelt.

 

München - Es war ein denkwürdiger Tag für den TSV 1860 – und für viele Sechzig-Legenden, die Höhen und Tiefen mit den Löwen durchgemacht haben. Die AZ hat Reaktionen zum Aus der Löwen im Profifußball gesammelt.

Bernd Patzke (Meisterlöwe): "Ich bin tieftraurig, hatte zwei ganz schlechte Tage. Ich war fix und fertig und wollte das gar nicht wahrhaben. Aber wenn das stimmt, was Ivica Olic sagt, braucht sich keiner wundern: Wenn Spieler schon vor dem gesicherten Klassenverbleib gesagt kriegen, sie können den Verein verlassen – wie dumm ist das denn? Und Hasan Ismaik hat immer noch das Sagen? Ach, du lieber Gott. Dann geht dasselbe Spiel ja noch weiter. Wie er den Verein erpresst, geht gar nicht! Ich hoffe sehr, dass es jetzt irgendwie weitergeht – mit Leuten, die Deutsch sprechen und das Beste für die Löwen wollen."

Fredi Heiß (Meisterlöwe): "Wahnsinn. Das Ganze ist nur noch traurig und steigert meine Wut auf diese unfassbare Situation, gewollt abzusteigen! Wahrscheinlich haben viele darin Vorteile gesehen. Das war ein einziger Affront der Spieler, wie er offensichtlicher hätte nicht sein können. Ich kann bei diesen Machtkämpfen zwischen Verein und Ismaik nicht durchblicken. Ismaik ist jetzt durchgedreht, weil er seine Felle davonschwimmen sah. Fest steht für mich: Egal, was man von Ismaik denken mag, man kommt dort ohne einen Investor nicht wieder raus."

Karsten Wettberg (Ex-Trainer): "Das ist eine absolute Katastrophe! Mir tun alle echten Löwen leid. 34 Spieler, aber keine Mannschaft. Lauter Legionäre. Und ein sturer Trainer, der nicht einmal der deutschen Sprache mächtig ist. Es ist jetzt nichts da: kein Geschäftsführer, kein sportlicher Leiter – wo will man Spieler herbringen? Für mich braucht es jetzt echte Löwen wie Daniel Bierofka, Bernhard Winkler, Michael Hofmann und Hans Sitzberger, um Sechzig wieder eine Identität zu geben."

Roman Beer (Leiter der Fußballabteilung): "Ich fühle mich von Herrn Ismaik zu Unrecht an den Pranger gestellt. Wir mussten ansprechen, dass die Zahlungen noch nicht eingegangen sind. Die Fußballabteilung des e.V. kann den Spielbetrieb in der kommenden Saison aufrechterhalten. Was mit der KGaA passiert, dazu enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Stand jetzt verbleiben die erste und zweite Mannschaft sowie die U19 in der KGaA."

 

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