Reaktionen auf die Klatsche der Bayern in Wolfsburg Stimmen: "Wir haben einfach schlecht gespielt."

Bastian Schweinsteiger und der FC Bayern kamen gegen Wolfsburg unter die Räder. Foto: dpa

Nach der krachenden Watschn beim VfL Wolfsburg geht der FC Bayern üben Jérôme Boateng und Bastian Schweinsteiger Selbstkritik. Dennoch erkennen sie auch einen positiven Aspekt. Die Stimmen.

 

Wolfsburg - Es war eine krachende Watschn, eine Demontage. Das 1:4 beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg hat die Über-Bayern der Hinrunde ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. "Wir waren nicht aggressiv genug, wir haben die Bälle zu schnell verloren", sagte Jérôme Baoteng nach der ersten Saison-Niederlage des FC Bayern bedient. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen."

Die Stimmen zur 1:4-Niederlage der Bayern in Wolfsburg.

Pep Guardiola: "Wolfsburg war besser. Sie haben im richtigen Moment die Tore gemacht. Wir hatten zu viele Ballverluste und haben ihre Konter nicht unterbunden. Wir müssen jetzt analysieren, was passiert ist, und uns auf das nächste Spiel fokussieren."

"Wir dürfen uns nicht so auskontern lassen. Wir hätten die Konter verhindern müssen und ihnen nicht so viel Raum lassen dürfen. Glückwunsch an Wolfsburg. Hier sieht man, wie schwer es ist, in der Bundesliga immer zu gewinnen. Es wird uns allen helfen. Daran sieht man, was unsere Spieler in den letzten Jahren für Aufwand betrieben haben. Die Leute denken, dass es selbstverständlich ist, dass Bayern immer gewinnt. Aber es ist immer schwierig. Als Jupp noch Trainer war, hat er das sehr gut gemacht. Er hat auch oft kämpfen, weil die Gegner nicht leicht sind."

"Sechs Wochen sind eine lange Zeit und es gibt eben punktuelle Dinge, auf die man achten muss, sonst geht es eben schief. Wir haben schon offensive Aktionen gehabt, nicht genügend, aber wir wir haben das Spiel kontrolliert."

Manuel Neuer: "Es ist kein guter Rückrundenstart für uns, das ist klar. Wir hatten uns was anderes vorgestellt und auch vorgenommen. Es ist keine Katastrophe, aber wir wissen, dass wir noch viel zu tun haben. Wir müssen das wegstecken und nach vorne schauen. Die englische Woche kommt jetzt gerade richtig. Es wäre schlimm, wenn wir acht Tage auf das nächste Spiel warten müssten. Wir müssen jetzt die Kurve kriegen."

Jérôme Boateng: "Wir haben heute einfach schlecht gespielt. Ich weiß gar nicht, wie viele Zweikämpfe wir gewonnen haben. Kann man glaube ich an einer Hand abzählen. Und dann kannst du gegen so eine Mannschaft nicht gewinnen. Vielleicht ist es gut, dass es heute passiert ist, dass wir mal wach werden, weil so ein Spiel darf uns nicht noch einmal passieren."

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"Wir waren nicht aggressiv genug, wir haben die Bälle zu schnell verloren. Dann passieren solche Konter. Wir wissen, wie wir die verhindern sollen, nur haben wir das heute nicht gemacht. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und jetzt Dienstag sofort antworten."

"Eindeutiger geht es nicht, wenn man 1:4 verliert und so schlecht spielt. Dann weiß jeder, dass im nächsten Spiel eine große Steigerung nötig ist, um das wettzumachen."

Bastian Schweinsteiger: "Wir haben viele Fehler gemacht und uns auskontern lassen. Relativ unglücklich immer. Wolfsburg hat die Konter gemacht. Wir hatten schon auch Chancen, hier Tore zu machen. Nur wenn man die Ordnung verliert, wenn man einen Angriff startet und gegen eine Konter starke Mannschaft spielt, kann so etwas passieren."

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"Wir haben vielleicht nicht immer richtig zugestellt, auch manchmal unglücklich die Bälle verloren. Ganz klar, das war heute nicht unser Tag. Wir müssen es abhaken und analysieren. Und das nächste Mal besser machen."

"Wir müssen unser Spiel finden. Manchmal hat man gesehen, wie wir spielen können. Wir haben Chancen herausgespielt, aber nicht gemacht. Es liegt an uns. Wir müssen schauen, dass wir die Ordnung reinbekommen. Dass wir nicht in solche Konter laufen. An dem müssen wir arbeiten."

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Arjen Robben: "Natürlich ist das ein Schock - vier Gegentore. Kompliment an die Wolfsburger, sie haben das gut gemacht. Sie haben uns mit ihren Kontern bestraft. Aber vielleicht ist diese Niederlage auch hilfreich."

ARD-Experte Mehmet Scholl: "Ich habe Wolfsburg noch nie so aggressiv erlebt. Sie waren giftig, aber immer im erlaubten Rahmen. Damit hatte Bayern große Probleme."

 

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