Ratgeber Zoff im Weihnachtsurlaub muss nicht sein

Nur Sonnenbaden wird vielen schnell langweilig. Foto: az

Mama ist beleidigt, weil Papa schon wieder nichts mit den Kindern unternimmt. Die Kleinen nörgeln rum, weil sie winterwandern sollen. Und Papa kriegt die Krise, weil Mama lieber am Pool liegt, als was vom Land zu sehen. Familienurlaub entwickelt sich schnell zum Drama. Doch das muss nicht sein. Hier sind sieben Tipps, wie jeder zu seinem Recht kommt.

1. Vorbereitung baut Stress ab
Fehlendes Wechselgeld, mangelnde Informationen über das Ferienland, kein Transfer vom Flughafen zum Hotel – wer solche Dinge nicht vor der Abreise geregelt hat, der kommt vor Ort unnötig in Stress. In so einem Moment kann man am Flughafen beobachten, wie Eltern an Kindern ihren Unmut abreagieren und Ehepartner grundlos beschimpft werden.

2. Jeder hat einen Wunsch frei
Mitgestalten heißt die Zauberformel für entspannte Ferien und zufriedene Reiseteilnehmer. Egal, ob Skireise oder Flugurlaub: Grundsätzlich sollte jeder zu seinem Recht kommen. Das geht am besten, wenn jedes Familienmitglied schon im Vorfeld einen Wunsch äußern darf, was es während der Reise unbedingt unternehmen oder erleben möchte. Das hat natürlich nur Sinn, wenn unterwegs auch von allen anderen darauf eingegangen wird.

3. Erwartungen niedriger hängen
Wer glaubt, während des Urlaubs könne man persönliche Probleme lösen, der irrt. Nur weil die Umgebung sich geändert hat, wird niemand zu einem besseren Menschen. Im Gegenteil: In der Fremde treten die unangenehmen Züge einer Persönlichkeit oft viel deutlicher zu Tage als zu Hause.

4. Das „Muss“-Syndrom muss nicht sein
Viele Menschen setzen sich auch in ihrer Freizeit unter Druck, haben geradezu Zwangs vorstellungen. So „muss“ im Urlaub natürlich die Sonne scheinen, der Partner gutgelaunt sein und das Essen hervorragend schmecken. Schlimmer noch: Der Urlaub „muss“ harmonisch und glücklich sein. Eine solche Erwartung ist allerdings der sicherste Weg, um in eine handfeste Urlaubskrise zu schlittern. Fazit: Erwartungen herunterschrauben.

5. Abwechslung macht das Leben schön
Nur im Liegestuhl die Sonne genießen wird vielen schnell langweilig. Ausflüge bringen da Abwechslung, doch bei deren Planung sollte man auch an die Kinder denken, die ungern lange im Auto sitzen und Museen und Kirchen nicht so spannend finden. Ein Stopp in einer Eisdiele oder eine abkühlende Pause am Strand muntern müde Kids schnell wieder auf.

6. Getrennte Unternehmungen wirken Wunder
Im Urlaub alles gemeinsam unternehmen zu wollen, ist die beste Garantie für Zwist. Es ist zugleich unsinnig, weil Menschen ja auch im Alltag nicht ständig alles zusammen machen. Kluge Urlauber unterwerfen sich erst gar nicht diesem Druck, sondern einigen sich schon vorher darauf, unterwegs auch mal stundenoder sogar tageweise getrennte Wege zu gehen.

7. Lassen Sie es raus!
Und wenn es dann trotzdem zum Streit kommt, gilt die Devise: Ein kurzes Gewitter reinigt die Luft. Besser als schlechte Laune tagelang mit sich herumzutragen und sich so die Stimmung zu vermiesen ist es, Dampf abzulassen und unterschiedliche Erwartungen gleich anzusprechen und für den Rest des Urlaubs nach Lösungen zu suchen, mit der alle Beteiligten leben können.

 
 

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