Rätselraten um Transfer FC Bayern dementiert Einigung mit Leroy Sané

, aktualisiert am 01.08.2019 - 20:26 Uhr
Leroy Sané und der FC Bayern haben sich zuletzt angenähert. Foto: imago images / VCG

Vor dem Saisonstart sind beim FC Bayern Kingsley Coman und Serge Gnabry angeschlagen – doch nun kommt offenbar Bewegung in den Poker um Leroy Sané. "Unsere Bosse haben die Pflicht, für den Kader zu sorgen", sagt Manuel Neuer.

 

München - Als sich Kingsley Coman (23) auf dem Rasen wälzte, als er leicht humpelnd in die Kabine ging und später mit einem dicken Verband am linken Bein die Münchner Arena verließ, waren die Sorgen beim FC Bayern groß. Mal wieder.

Zwar deutete die Erstdiagnose von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ("Schwere Prellung") auf keine ganz schlimme Verletzung hin, doch bei Coman weiß man ja um seine Vorgeschichte: Kapselriss, Außenbandriss, Syndesmosebandriss – den Franzosen hat es in den vergangenen Jahren immer wieder heftig erwischt.

Diesmal aber glücklicherweise nicht. Am Donnerstag gab Bayern nach intensiven Untersuchungen Entwarnung: Coman hat sich lediglich eine "schwere Knieprellung" zugezogen, er soll schon am Freitag wieder ins Training einsteigen. Einmal durchatmen!

Der Kader des FC Bayern ist dünn besetzt

Und doch: Den Münchnern wurde am Mittwochabend im Endspiel des Audi Cups gegen Tottenham vor Augen geführt, wie dünn ihr Kader besetzt ist. Speziell auf den offensiven Außenbahnen herrscht nach dem Ende der Ära Franck Ribéry/Arjen Robben Alarmstimmung.

Nicht zu vergessen: Im Audi-Cup-Halbfinale gegen Fenerbahce hatte Serge Gnabry frühzeitig den Platz wegen muskulärer Probleme verlassen. Ob der deutsche Nationalspieler und Coman im Supercup gegen Borussia Dortmund auflaufen können, ist noch ungewiss.

"Vielleicht schaffen es beide bis Samstag", sagte Thomas Müller, "ansonsten werden wir Lösungen finden". Dafür allerdings braucht es Kreativität – denn Gnabry und Coman sind die einzigen Top-Außenstürmer, die im Aufgebot zu finden sind. Ihre ersten Alternativen wären aktuell Müller und der 18-jährige Alphonso Davies. Zu wenig für höchste Ansprüche.

FC Bayern: Manuel Neuer nimmt Bosse in die Pflicht

"Es geht darum, dass wir über einen längeren Zeitraum mit englischen Wochen versuchen, drei Punkte zu holen. Da versucht man, sich gut aufzustellen mit einer guten Mischung aus Qualität und Quantität", sagte Müller, der genauso gern mehr Topspieler im Kader hätte wie Kapitän Manuel Neuer, der erklärte: "Unsere Bosse haben die Pflicht und Verantwortung, für den Kader zu sorgen."

Bislang kommen Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic diesem Auftrag nicht nach. Noch nicht. Doch wie der "kicker" am Donnerstagnachmittag berichtete, wird der Poker um Wunschkandidat Leroy Sané (23) von Manchester City nun immer heißer.

Laut "kicker" soll sich Sané für einen Bayern-Wechsel entschieden haben. Die Ablöse liegt dem Bericht zufolge bei über 100 Millionen Euro – und Sané erhält einen Vier- bis Fünfjahresvertrag.

Kovac-Dementi: Bailey kommt nicht zum FC Bayern

Wie die AZ allerdings erfuhr, ist es so weit noch nicht. Die Sané-Seite und Bayern nähern sich an, eine endgültige Entscheidung steht aber weiter aus.

Und auch der FC Bayern München widersprach der Berichterstattung von "kicker" und "Bild" und dementierte am Donnerstagabend via Twitter eine Einigung mit Leroy Sané.

Was klar ist: Leverkusens Leon Bailey (21) wird nicht nach München wechseln. "Das ist nicht wahr", sagte Kovac zur Meldung von "transfermarkt.de", der zufolge ein Transfer bevorstehe.

 

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