Rätsel um Heilungsprozess Bayern-Keeper Neuer fällt länger aus

Auf Krücken zur Meisterfeier auf dem Marienplatz: Manuel Neuer. Foto: dpa

Rätselraten um die Verletzung von Manuel Neuer: Stand heute fällt der Welttorhüter in Diensten des FC Bayern nach seinem Fußbruch länger aus als erwartet. Auf der China-Reise der Münchner muss vermutlich Tom Starke ran.

München - Es ist der 18. April 2017 - das ohnehin schon sehr dramatische 2:4 nach Verlängerung im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Real Madrid. Manuel Neuer bricht sich unmittelbar vor dem Gegentor zum 2:4 den Fuß.

Anfang Mai kündigt der Kapitän und Keeper des FC Bayern bei einer Autogrammstunde in der "Erlebniswelt" des FCB an, dass er "zum Trainingsstart wieder dabei" sei. Und nun das, der Rückschlag für den 31-Jährigen und den deutschen Rekordmeister: Neuer fällt vermutlich viel länger aus als ursprünglich geplant.

Neuer kann erst kurz vor Saisonbeginn wieder mit dem Training beginnen, schreibt die Sport Bild. Der Hintergrund: Der Knochen an der Bruchstelle werde schlecht durchblutet, dadurch verzögere sich die Heilung. Der Plan: Zum Trainingsstart der Bayern soll der Welttorhüter zwar erscheinen, aber nicht mit der Mannschaft trainieren.

Starke allein auf weiter Flur

Stattdessen werde er nur ein eingeschränktes Rekonvaleszenz-Programm absolvieren. Dieser Tage trägt Neuer einen Gips und kann sich nur mit Krücken fortbewegen. Vergangene Woche absolvierte er erstmals Aquajogging-Einheiten an der Säbener Straße. In zwei Wochen steht die erste Kontrollaufnahme an, um zu prüfen, wie der Knochen zusammengewachsen ist.

Um den Bundesligastart am 18. August müssen sich die Bayern-Verantwortlichen keine Sorgen machen - für die China-Reise mit Testspielen gegen den FC Chelsea, den FC Arsenal, Inter Mailand und den AC Mailand haben die Münchner derzeit allerdings keinen Torwart im Kader.

Denn auch die Stellvertreter Sven Ulreich (Ellenbogen-Verletzung) und Christian Früchtl (Riss des Syndesmosebandes) fallen aus. So wird aller Voraussicht nach der 36-jährige Tom Starke einspringen, der seine Karriere ja eigentlich beendet hat und im neuen Nachwuchssleistungszentrum der Bayern arbeiten wird.

 

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