Räikkönen Zweiter Formel 1: Vettel Schnellster vor der Kanada-Quali

Sebastian Vettel verwies seinen Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen auf Platz zwei. Foto: dpa

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat seine Siegambitionen beim GPreis von Kanada untermauert. Der WM-Spitzenreiter im Ferrari verzeichnete im dritten freien Training die mit Abstand schnellste Runde.

 

Montreal - Sebastian Vettel hat vor der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada die schnellste Runde im Freien Training gedreht.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister verwies am Samstagvormittag (Ortszeit) in Montreal seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen um 0,292 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde Vettels WM-Verfolger Lewis Hamilton. Der dreimalige Champion war im Mercedes auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs 0,354 Sekunden langsamer.

Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas schaffte es auf Rang fünf, zwischen die beiden Silberpfeile schob sich Max Verstappen im Red Bull. Nico Hülkenberg belegte im Renault den sechsten Platz, Pascal Wehrlein im Sauber den 20. und damit letzten Rang.

Im WM-Klassement hat Vettel vor dem siebten Saisonrennen an diesem Sonntag (20.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) 25 Punkte Vorsprung auf Hamilton. Der Brite ist mit fünf Pole Positions und fünf Siegen allerdings der mit Abstand erfolgreichste aktive Pilot auf dem Kurs auf der Île Notre-Dame ist. Vettel konnte dort bisher erst einmal (2013) gewinnen.

Villeneuve: Vettel wird Champion

Für den ehemaligen Formel-1-Champion Jacques Villeneuve wird Sebastian Vettel der nächste Weltmeister in der Königsklasse des Automobilsports. "Weil er keine Schwächen hat und Ferrari, so scheint es, im Moment auch nicht", sagte der Kanadier vor dem Großen Preis von Kanada (Sonntag, 20 Uhr/RTL und Sky) in seiner Geburtsstadt Montreal in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Vettel sei "der kompletteste" Fahrer, "und Kimi Räikkönen ist so gut wie nie. Beide fahren in einem Ferrari. Das ist toll", sagte der 46-Jährige, der 1997 im Duell mit Michael Schumacher die WM-Krone erobert hatte. Villeneuve trauert den alten Zeiten hinterher, vor allem angesichts der neuen Boliden mit ihren Sechszylinder-Motoren.

Seiner Meinung nach müsse man diese "auf den Müll werfen", sagte der dreifache Familienvater, "stattdessen wieder Acht-, Zehn- oder Zwölfzylinder-Motoren ans Auto schrauben und beherzt Gas geben. Was auch immer notwendig ist, um aus Formel-1-Wagen wieder richtige Rennwagen zu machen."

Die Formel 1 müsse eine "Extremsportart" sein, etwas, das nicht ganz vernünftig sei, das verrückt erscheine. "Sie sollte ein Ort für PS-Gladiatoren sein und genau das ist sie nicht mehr. Mich wundert es nicht, wenn die Leute anfangen, sich zu langweilen", sagte Villeneuve.

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