Punkband legt eine Pause ein Die Toten Hosen verabschieden sich mit klassischer Musik

Vor dem Beginn ihrer zweijährigen Pause spielen die Toten Hosen drei Klassik-Konzerte. Fans des gepflegten Punkrock müssen sich keine Sorgen um einen dauerhaften Stilwechsel der deutschen Band machen. Denn bei den Konzerten erinnern die Hosen an die Unterdrückung unter anderem von jüdischen Musikern durch die Nazis.

 

Düsseldorf – Für Stille sind die Toten Hosen nicht gerade bekannt. Und doch wird es die deutsche Punk-Institution bei drei Konzerten Mitte Oktober eher ruhig angehen lassen. Zusammen mit dem Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Professor Rüdiger Bohn spielen sie in der Tonhalle Düsseldorf Musik von Komponisten, die von den Nationalsozialisten geächtet wurden.

Danach beginnt für die Toten Hosen eine Ruhephase. Denn am Donnerstag verkündete Sänger Campino bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf eine Pause, "mindestens zwei Jahre lang". Manche Fans hatten bereits über ein mögliches Band-Aus gemunkelt, doch das blieb allen Hosen-Anhängern erspart. Wenngleich Campino hinterher schob: "Wir wissen nicht genau, wann es weitergeht."

Zuvor stehen allerdings noch die letzten Konzerte ihrer "Krach der Republik"-Tour an, die die bisher beste Tournee der Bandgeschichte ist und den Toten Hosen Einnahmen in Höhe von rund 35,6 Millionen Euro bescherte. Da kann man sich schon mal eine Pause gönnen.

 

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